Wilke-Wurst auch in Haltern - Kreis Recklinghausen informiert Betriebe

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Wurst des in die Schlagzeilen geratenen Betriebs „Wilke“ ist auch nach Haltern geliefert worden. Dies hat der Kreis Recklinghausen bestätigt. Es soll sich um keine belasteten Waren handeln.

Haltern

, 10.10.2019, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Welche Halterner Betriebe beliefert wurden, könne man nicht sagen, so Kreis-Sprecherin Svenja Küchmeister. Laut Verbraucherschutzministerium gebe es aber derzeit keine Hinweise, dass kontaminierte Wurstwaren auch nach NRW gekommen sein könnten.

Insgesamt 70 Betriebe werden informiert

Bis Mittwoch hatte der Kreis vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) eine Liste mit insgesamt 70 Betrieben im Kreis Recklinghausen und in Herne bekommen, die in den vergangenen Monaten oder Jahren Waren von Wilke bezogen haben.

Täglich kämen neue Betriebe hinzu, so Svenja Küchmeister. „Das Veterinäramt setzt sich mit den Betrieben seit letzter Woche Donnerstag in Verbindung.“ Aufgabe des Kreises ist es, die Betriebe über die Rückrufaktion in Kenntnis zu setzen, damit diese die Kunden informieren.

Keine kontaminierte Wurst in ganz NRW

„Wir sind da der Mittler“, so Küchmeister. Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium hat aber derzeit keine Hinweise darauf, dass mit Listerien kontaminierte Wurst nach NRW gekommen ist.

Auch in Haltern und Dorsten hat es wohl keine Krankheitsfälle gegeben. Zumindest im Halterner St.-Sixtus-Hospital und im Dorstener St.-Elisabeth-Krankenhaus sind keine Fälle bekannt, wie Sprecherin Sarah Höchst auf Nachfrage mitteilte.

Kreis: Vier Listerien-Erkrankungen im Jahr 2019

Im gesamten Kreis gab es in diesem Jahr bis zum 29. September laut dem Landeszentrum Gesundheit insgesamt vier Listerien-Erkrankungen.

Anfang Oktober waren zwei Personen in Südhessen gestorben, nachdem sie mit Listerien belastete Wilke-Wurstwaren gegessen hatten. 37 weitere Personen waren krank geworden. Betroffen sind alle Waren mit der Kennzeichnung DE EV 203 EG. Diese wurden zurückgerufen.

Listerien-Erkrankungen können laut Robert-Koch-Institut (RKI) vor allem bei abwehrgeschwächten Personen wie Neugeborenen, älteren Menschen, chronisch Kranken (z.B. Tumore, Aids) oder Schwangeren Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen, Durchfall eine eitrige Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen.

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