Wird es in Haltern ein drittes katholisches Altenwohnhaus geben?

rnNeuer Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der katholischen Altenwohnhäuser St. Sixtus und St. Anna ist neu besetzt. Dessen Arbeit hat begonnen. Sie beinhaltet auch die Planung für ein neues Altenheim.

Haltern

, 01.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem 1. Januar ist ein neu bestimmter Aufsichtsrat für die katholischen Altenwohnhäuser St. Sixtus und St. Anna tätig. In der konstituierenden Sitzung wurden Bernhard Balmann zum Vorsitzenden und Markus Hoffmann zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Den Vorstand komplettieren Judith Kreft, Ludger Pillmann und Markus Kemper. Bernhard Balmann und Markus Kemper führen ihre Ämter fort, die übrigen Mitglieder sind neu im Aufsichtsrat. Wahlen finden turnusmäßig alle fünf Jahre statt. Manfred Dyba und Hermann-Josef Korte hatten nach zehnjähriger Tätigkeit auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Für das Annaheim werden 200.000 Euro investiert

In der neuen fünfjährigen Amtszeit gilt es, die Katholische Altenwohnhäuser St. Anna und St. Sixtus Haltern gGmbH auf die Zukunft auszurichten.

Wird es in Haltern ein drittes katholisches Altenwohnhaus geben?

Der neue Aufsichtsrat der Altenwohnhäuser St. Sixtus/St. Anna: (v.l.) Ludger Pillmann, Markus Kemper, Judith Kreft, Bernhard Balmann und Markus Hoffmann. © Privat

Zunächst einmal startet eine Baumaßnahme am Annaheim. Dort wird die Terrasse auf der Rückseite des Gebäudes neugebaut. Die Ausschreibung ist erfolgt, in Kürze wird der Auftrag vergeben. Kalkuliert sind Kosten in Höhe von rund 200.000 Euro.

Eine herausfordernde Aufgabe ist die geplante Sanierung des 1988 eröffneten Sixtus-Wohnhauses an der Gartenstraße. „Unser Ziel ist es, das Haus mit 72 Bewohnerplätzen zu erhalten“, betonte Johannes Böcker, seit 2019 Interims-Geschäftsführer der Altenwohnhäuser St. Sixtus/St. Anna.

Das Sixtus-Wohnhaus muss saniert werden

Die ursprüngliche Idee, das Haus in einem großen Wurf neu zu gestalten, wurde aus finanziellen Aspekten verworfen. Die Katholische Altenwohnhäuser St. Anna und St. Sixtus Haltern gGmbH muss im Seniorenheim etwas verändern. Denn seit August 2018 ist für Pflegeheime in NRW eine strenge Einzelzimmerquote im Landespflegegesetz verankert.

Hier gibt es derzeit 44 Einzel- und 14 Doppelzimmer. Das Haus darf aktuell dennoch weitergeführt werden, weil es sich verpflichtet hat, vier Kurzzeitpflegeplätze vorzuhalten. Ein anderes Handicap ist, dass damals 57 Quadratmeter Aufenthaltsfläche pro Person verbaut wurden, heute aber nur noch 50 Quadratmeter finanziert werden. So wird das Sixtus-Wohnhaus in absehbarer Zeit für die nächsten 20 Jahre saniert, es werden neue Bäder einbaut, der Zuschnitt der Räume verändert, Brandschutz und Sicherheitstechnik verbessert, der freie Innenhof am Eingang mit Kapelle, Begegnungsraum und einem Ein-Personen-Appartement überbaut.

Pläne für neues Altenheim stecken noch in Kinderschuhen

Parallel verfolgt der Aufsichtsrat die Idee, ein neues Wohnhaus für Senioren mit 80 Einzelzimmern zu bauen. Er hat mehrere Flächen im Blick, liebäugelt aber mit der kircheneigenen Grünfläche an der Laurentius-Kirche.

„Wir befinden uns allerdings noch in einer ganz frühen Phase, die Überlegungen sind noch lange nicht abgeschlossen“, sagte dazu der neue Aufsichtsrats-Vorsitzender Bernhard Balmann. Auch die städtische Fläche an der Krummen Meer im Halterner Westen könnte eine Option sein. Hier wird ein Bebauungsplan aufgestellt, der sowohl den Bau eines Kindergartens als auch eines Altenwohnhauses erlaubt.

Sind die großen Vorhaben mit einer Verlängerung der Dienstzeit des Interims-Geschäftsführer Johannes Böcker verbunden? Das ist nicht beabsichtigt, sagt Johannes Böcker gegenüber der Halterner Zeitung. Der Aufsichtsrat hat zu diesem Thema noch keine Entscheidung getroffen. Bis Herbst läuft die Amtszeit von Johannes Böcker noch.

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