Wohnhaus am Richthof soll unter Denkmalschutz kommen

Kulturausschuss entscheidet

Aller Voraussicht nach wird die Denkmalliste der Stadt Haltern am See um ein weiteres Gebäude ergänzt. Das Wohnhaus am Richthof, erbaut zwischen 1835 und 1839, soll unter besonderen Schutz gestellt werden. Denn es zeigt Bautechniken aus der Zeit vor 1850 und deren Weiterentwicklungen.

HALTERN

, 03.03.2015, 05:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wohnhaus am Richthof soll unter Denkmalschutz kommen

Das alte Fachwerkhaus am Richthof 9 soll unter Denkmalschutz gestellt werden.

Zu dieser Empfehlung kamen nach einem Ortstermin auch die Experten für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. „Das Gebäude ist bedeutend für die Geschichte der Stadt Haltern, weil es ein Beleg ist für die Wohnhäuser der Handwerkerschicht aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, schrieben sie in einer Stellungnahme an die Stadt.

Für die Erhaltung und Nutzung liegen aus Sicht der Denkmalpfleger in Münster „wissenschaftliche, baugeschichtliche Gründe vor, weil bei dem Gebäude Handwerkstechniken und Materialwahl aus der Zeit vor 1850 vorliegen“. Die Erneuerungen, die stattgefunden haben, zeigten eine Weiterentwicklung. Dazu gehöre beispielsweise die Versteinerung des Giebels als Anpassung an spätere Wohnbedürfnisse.

Eigentümer stellte Antrag

Die Anerkennung als Denkmal ist vom Eigentümer des Hauses selbst beantragt worden. Sie ist mit einigen Hürden verbunden: So muss sich der Hausbesitzer künftige bauliche Veränderungen erst genehmigen lassen. Es werde dabei auf „jede Tür und jedes Fenster geachtet“, sagte der Technische Beigeordnete der Stadt Haltern, Wolfgang Kiski, zu den Auflagen.

Ursprünglich wurde das Haus für den Wollspinner Sasse erbaut. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude. Die Straßenseite ist allerdings bereits massiv erneuert worden. Die Ladeluke im Giebelfeld ist zugemauert. Auf der rückwärtigen Giebelseite besteht das Giebeldreieck in Fachwerkbauweise. Es ist zurzeit jedoch mit einer Verkleidung aus Kunststoffschiefer versehen.

Die Entscheidung
Am Dienstag, 3. März, wird im Kulturausschuss, der ab 17.30 im Ratssaal (Neues Rathaus) tagt, über das Thema entschieden. 

Lesen Sie jetzt