Zahl der Verkehrsunfälle steigt in Haltern weiter

Neun Prozent mehr

Jeden Tag gibt es in Haltern im Schnitt 2,6 Verkehrsunfälle - und fast jeden zweiten Tag gibt es eine Unfallflucht. Dabei ist die Aufklärungsquote gesunken. Das geht aus den Statistiken hervor, die die Polizei jetzt für das vergangene Jahr 2016 veröffentlicht hat. Unsere Infografiken erklären die wichtigsten Zahlen.

HALTERN

, 20.02.2017, 11:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zahl der Verkehrsunfälle steigt in Haltern weiter

Schwerer Unfall an der Flaesheimer Straße.

946 Verkehrsunfälle sind für das Jahr 2016 verzeichnet, das sind 75 mehr als im Vorjahr (plus 8,6 Prozent). 2014 waren es sogar nur 748. Bei 173 dieser Vorkommnisse gab es im vergangenen Jahr eine Unfallflucht (32 mehr als im Vorjahr). Darin enthalten sind auch etwa verursachte Schrammen an geparkten Autos. Die Aufklärungsquote sank dabei von 41,7 auf 37,2 Prozent.

Bei 101 Unfällen nahmen Personen verschieden schweren Schaden. Schwerverletzte gab es in 29 Fällen (Vergleich siehe Grafik). Das einzige Halterner Verkehrsunfall-Todesopfer des Jahres starb im März in Sythen: Eine fünfköpfige Familie wurde übersehen, als sie im Dunkeln die Fahrbahn überquerte. Mutter und Tochter wurden mit voller Geschwindigkeit erfasst. Die Mutter überlebte den Unfall schwer verletzt. Ihre sechsjährige Tochter starb noch am Unfallort. 

Die kreisweit höchste beim Blitzermarathon gemessene Geschwindigkeit wurde in Haltern am See mit 90 km/h erfasst und lag fast bei dem doppelten Wert der dort zulässigen 50 km/h. Haltern wurde neben Datteln, Dorsten und Marl auf Grund der Unfallauswertung in ein Projekt für mehr Radfahrsicherheit aufgenommen. Risikobereiche wurden festgestellt und in den Blickpunkt gerückt. Unfallhäufungsstellen sind für Haltern aber nicht aufgelistet.

Jede Figur der folgenden Grafik steht für ein Unfallopfer. Im oberen Teil können Sie die Jahre 2015 oder 2016 auswählen.

 

 

Auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Münster gab es im vergangenen Jahr insgesamt 4578 Unfälle, 2015 waren es 3987. Dabei verunglückten 758 Personen, das sind 9,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Also gab es auch hier deutlich mehr Unfälle, allerdings mit weniger schlimmen Folgen. An etwa einem Drittel der Unfälle waren LKW beteiligt, knapp ein Viertel aller Unfälle verursachten die Fahrer selbst.

 "Fahrzeugführer lassen sich immer noch durch Smartphones oder andere Dinge vom Verkehr ablenken", so André Weiß, Leiter der Autobahnpolizei: "Auch unzureichender Sicherheitsabstand und nicht angemessene Geschwindigkeit sind ursächlich für diese Unfälle."

Den gesamten Verkehrsunfallbericht finden Sie  bei der Polizei.

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