Zuhörer klatschten frenetisch

Just Gospel

Mit unbändiger Sangesfreude, die die zahlreichen Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hinriss, haben die Mitglieder von "Just Gospel" am Freitagabend in St. Marien musiziert.

HALTERN

von Von Werner Wenig

, 29.05.2011, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zuhörer klatschten frenetisch

Religiöse Lieder gehören zu einer Kirche. Gospels, afroamerikanische Lieder, die während des Gottesdienstes gesungen werden, erst recht. Das wurde deutlich, als die Gruppe „Just Gospel“ am Freitagabend in der Kirche St. Marien ein wahres Feuerwerk der Musik abbrannte. , sangen sie Lieder wie „Don’t know what you’ve come to do“, „Rejoice“ oder „Glorious“. Die zehn Sänger und der Keyboarder präsentierten eine Musik, die die Ankündigung der Gruppe, „im Laufe des Abends wird das Konzert zum Gottesdienst“, wahr werden ließ. Hauke Hartmann, Leiter der Gruppe und Lead-Sänger, konnte zufrieden sein. „Ich wollte gerne mit meiner Gruppe in Haltern auftreten“, verriet er. „Wir haben viele gute Freunde hier, und da lag die Idee nahe, unsere Gruppe, die seit zwei Jahren besteht, in dieser Stadt vorzustellen.“

Er sprach mit der Gemeinde und bewarb sich bei der „Kulturkirche St. Marien“, die in der Kulturszene der Stadt einen ausgezeichneten Ruf hat. Just Gospel besteht je zur Hälfte aus deutschen und amerikanischen Sängern. Die kommen aus einer Baptistengemeinde in Buffalo, NY. Hört man sie singen, bekommt man einen Eindruck, wie fröhlich es in den Gottesdiensten dieser Gemeinde zugeht.

Entstanden ist diese Verbindung, als Hauke Hartmann den talentierten Keyboarder Toney Rhodes kennen lernte. „Wir haben zusammen musiziert und gebetet, damit war die Idee zu Just Gospel geboren.“ Hartmann, der seit dreißig Jahren Musik macht, hat nach Rock und Jazz sein Genre gefunden. „Ich kann die Musik gut mit meiner Familie verbinden.“ Das Konzert bestätigte ihn. Seine Frau Christine singt im Chor, Tochter Sarah ist als Solistin sensationell, was sie mit dem Lied „Lean on me“ eindrucksvoll unter Beweis stellte. Einige Lieder berühren nicht nur die Zuhörer. „Manchmal sind wir von einem Song so berührt, dass uns die Tränen kommen“, gestand Hauke Hartmann freimütig. Bei dem Lied „Freedom“, in dem es heißt „we pray that His freedom takes a seat in our hearts and helps us create our daily lives“ (Wir beten, dass die Freiheit des Herrn sich in unsere Herzen setzt und uns hilft, unseren Alltag zu bestehen) klatschten die Zuhörer frenetisch. Die Zugabe „Oh happy day“ riss sie sogar von den Stühlen.

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