Zur attraktiven Innenstadt gehört Entwicklung des Nordwalls

Läden und Wohnquartier

Haltern braucht neue Impulse, um als Einkaufsstadt auch in Zukunft attraktiv zu bleiben. Eine Idee ist die Entwicklung am Nordwall mit Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnquartier. „Vor allem der demografische Wandel verlangt eine Kehrtwende bei der Nahversorgung“, stellt Maria Lichter fest.

HALTERN

, 23.02.2016, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zur attraktiven Innenstadt gehört Entwicklung des Nordwalls

Der Bereich zwischen Rekumer Straße und Zum Mühlengraben, zwischen Grabenstiege und Nordwall soll sich zu einem Geschäfts-, Dienstleistungs- und Wohnquartier entwickeln. Diese Entwicklung soll die Attraktivität der Innenstadt stärken.

Maria Lichter ist bei der Stadt für Wirtschaftsförderung zuständig und verfasste in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Bauen und Planen, der Stadtagentur sowie der Werbegemeinschaft auf Antrag der SPD einen Zustandsbericht über den Einzelhandel im Innenstadtkern. „Halterns Innenstadt soll vitaler Handels-, Dienstleistungs-, Kultur- und Wohnstandort sein, qualitätsvollen Lebensraum bieten und unverkennbare Visitenkarte sein“, so Maria Lichter.

Bessere Nahversorgung

Die Stadt benötigt dafür, da sind sich alle Beteiligten einig, ein Handlungskonzept, das den 2009 beschlossenen Masterplan „Attraktives Haltern“ fortschreibt. 60 000 Euro sind im städtischen Etat veranschlagt, um Strategien mit Beteiligung von Politik Verwaltung, Bürgern und Kaufleuten zu entwickeln.

Ziel ist, wieder mehr Nahversorgung in die Stadt zu holen, das heißt einen Vollsortimenter im Lebensmittelbereich. „Der demografische Wandel verlangt diese Kehrtwende“, heißt es in dem Bericht. Gerade ältere Verbraucher erwarten in der Innenstadt altersgerechten und barrierefreien Wohnraum sowie fußläufige Nahversorgung.

Planungsbüro engagiert

Zum aktuellen Stand sagte gestern auf Nachfrage Baudezernent Wolfgang Kiski: „Das Planungsbüro Rogge, das auch die Dorfmitte Sythen entwickelt hat, erarbeitet derzeit ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept. Das werden wir am 9. Juni im Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt vorstellen.“

Denkbar ist am Nordwall ein Lebensmittelgeschäft in der Größe des Sythener Edeka-Marktes. Diese sogenannte Rahmenplanung Innenstadt betrifft den Bereich Rekumer Straße/Grabenstiege/Zum Mühlengraben/Nordwall (zusammengefasst Bebauungsplan Nordwall). Zwecks Umsetzung hat die Stadt bereits einige Grundstücke gekauft.

13 Leerstände

Generell hebt sich Haltern vor allem durch viele inhabergeführte Geschäfte von Nachbarstädten ab. Aktuell gibt es nur 13 Leerstände, wobei für fünf Immobilien bereits Nachfolger gefunden wurden. 40 Prozent der 157 Einzelhandelsbetriebe sind in den A-Einkaufslagen Rekumer Straße und Merschstraße zu finden. Zu den B-Lagen gehören Mühlenstraße und Lippstraße; Disselhof und Gantepoth werden der C-Lage zugeordnet. Gefragt sind zumeist Ladenlokale in A-Lagen. Da entscheidet der Preis über die Neuvermietung.  

Der Bericht wird am Donnerstag (25. Februar) im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Beginn 17.30 Uhr, Rathaus, Dr.-Conrads-Straße 1.

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