Zusätzliche Schulbusse können für Haltern angefordert werden

rnEnge in Schulbussen

Das Land NRW hat 1000 zusätzliche Schulbusse zur Verfügung gestellt, um Engpässe im Verkehr zu mildern. Auch für Haltern können sie angefordert werden.

Haltern

, 30.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Enge in manchen Schulbussen kann gerade in Corona-Zeiten zum Problem werden. In überfüllten Bussen entsteht mehr Nähe, als in diesen Infektionszeiten ratsam ist. Um Engpässe zu vermeiden und die Lage zu verbessern, stellt das Land NRW jetzt 1000 zusätzliche Busse zur Verfügung.

Diese Busse können über den Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen e.V. (NWO) angefordert werden. Zuständig für die Anforderung sei der jeweilige Schulträger, erläutert Manfred Krause, der beim NWO für den Tourismusbereich zuständig ist.

Viele Reisebusse sind zurzeit stillgelegt

„Unserem Verband gehören 430 Busunternehmen aus ganz Nordrhein-Westfalen an“, sagt Krause. „Bei den meisten stehen große Kontingente von Reisebussen zurzeit still, weil viele Reisen wegen Corona nicht stattfinden. Deshalb waren wir gern bereit, Busse für die Maßnahme des Landes zur Verfügung zu stellen. Etwa ein Drittel unserer Mitglieder beteiligt sich an der Aktion.“

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Wie können diese Busse angefordert werden, wenn zusätzliche Fahrzeuge für den Schulbusverkehr benötigt werden? Manfred Krause skizziert den Weg: „Auf unserer Homepage, nwo-online.de, gibt es eine Liste unserer Mitgliedsunternehmen. Diese kann dort online eingesehen oder auch bei uns angefordert werden.“

Dort können sich Schulträger oder Verkehrsunternehmen dann mit einem Busunternehmen direkt in Verbindung setzen und über konkrete Bedingungen verhandeln, etwa wie viele Busse zu welchen Einsatzzeiten benötigt werden.

Fördermittel bei der Bezirksregierung beantragen

Zur Finanzierung kann ein Antrag an die Bezirksregierung gestellt werden. Das Land NRW hat 13,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt. „Die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, besteht zunächst bis November“, sagt Manfred Krause. „Die Förder-Maßnahme des Landes ist bis Ende 2020 terminiert. Dann wird neu entschieden.“

Die Busunternehmen können auch die benötigten Fahrer stellen. „Viele Fahrer sind zurzeit in Kurzarbeit, sie können reaktiviert werden“, sagt Manfred Krause. „Und natürlich wollen die Unternehmen ihre Busse auch von ihren eigenen Fahrern steuern lassen.“

In Haltern ist für die Anforderung allerdings nicht die Stadt als Schulträger zuständig: „Wir haben in Haltern keinen Schulspezialverkehr“, erläutert Stadtsprecher Georg Bockey. „Deshalb sind der Kreis Recklinghausen und die Vestische in diesem Fall die Ansprechpartner und an diese haben wir uns auch gewandt.“

Jochem Manz zeigte sich interessiert an dem Angebot des Landes. „Das ist eine gute Sache“, erklärte der Sprecher des Kreises Recklinghausen. Man wolle sich zeitnah mit der Vestische Straßenbahnen GmbH als Verkehrsträger des Kreises kurzschließen.

Bei der Vestischen indes ist man längst eng mit Schulen, Schuldezernaten und Kommunen in Kontakt. „Wir zählen natürlich auch die Fahrgäste und ermitteln täglich den Bedarf“, sagte Christoph van Bürk. Sechs Busse seien bereits von Partner-Unternehmen zusätzlich geordert worden. „Möglicherweise werden es auch noch mehr.“ Wie der Sprecher der Vestischen allerdings mutmaßt, könnten die Landesmittel wohl erst zum Jahresende abgerufen werden.

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