Zwangspause im Pfarrhaus-Prozess: Hauptangeklagter (44) muss ins Krankenhaus

Landgericht Bochum

Im Pfarrhaus-Prozess sind in dieser Wochen alle Verhandlungstermine kurzfristig aufgehoben worden. Grund: Der Hauptangeklagte muss sich einer stationären Krankenhausbehandlung unterziehen.

Bochum/Haltern/Castrop-Rauxel/Dortmund

, 23.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Zwangspause im Pfarrhaus-Prozess: Hauptangeklagter (44) muss ins Krankenhaus

Der Hauptangeklagten (vorne, 2. von rechts) an der Seite von zwei Verteidigern und einem Dolmetscher beim Prozessauftakt. © Werner von Braunschweig

Zwangspause im Prozess gegen die drei mutmaßlichen Mitglieder der „Pfarrhaus-Bande“: Weil der Hauptangeklagte (44) erneut erkrankt ist und mindestens eine Woche in einem Justizvollzugs-Krankenhaus behandelt werden muss, sind die Verhandlungstermine am 23. und 25. Juli ersatzlos gestrichen worden.

Planmäßig weiterverhandelt werden soll nun am 30. Juli. Sollte der Genesungszustand des mutmaßlichen Serieneinbrechers bis dahin noch nicht wieder den Status „verhandlungsfähig“ erreicht haben, könnten weitere kurzfristige Termin-Streichungen folgen. An welcher Erkrankung der Angeklagte leidet, wurde nicht bekannt.

Gesamtschaden soll bei rund 100.000 Euro liegen

Der Hauptangeklagte war vor dem Prozessauftakt am 27. Februar schon einmal für mehrere Wochen in einem Krankenhaus untergebracht gewesen. Eigentlich hatte der „Pfarrhaus-Prozess“ nämlich schon deutlich früher beginnen sollen.

Dem Hauptangeklagten, seinem Sohn und einer Frau aus Gelsenkirchen werden insgesamt 32 Einbrüche und Raubüberfälle zur Last gelegt. In Haltern war das Pfarrhaus von St. Sixtus, in Dortmund das von St. Urbanus und in Castrop-Rauxel das der St. Lambertus Gemeinde betroffen.

Die Gesamtbeute soll insgesamt weit über 100.000 Euro betragen haben. Alle drei Angeklagten schweigen zu den Vorwürfen. Die Richter hatten zuletzt schon einmal empfindliche Haftstrafen von bis zu elfeinhalb Jahren signalisiert.

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