Zwei neue Windräder im Wald - Pläne können eingesehen werden

rnWindenergie Haltern

Die Pläne für zwei neue Windräder liegen zurzeit bei der Stadt öffentlich aus. Bauherr ist die Windenergie Ennenberg, am Projekt beteiligt ist auch die Halterner Energiegenossenschaft.

Haltern

, 12.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Wald zwischen Bundesstraße 58 und Alter Weseler Weg in Haltern nahe der Autobahn entstehen zwei neue Windräder. Weil die Anlagentypen ausgetauscht wurden, verzögerte sich die Realisierung dieses Projektes der Windenergie Ennenberg aus Bergbossendorf. Bis zum 28. August liegt der geänderte Genehmigungsantrag mit allen Unterlagen nun öffentlich aus. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Einwendungen möglich. Halterner können sich über die Internetseite der Stadt Haltern (www.haltern.de) kundig machen. Genehmigungsbehörde ist der Kreis Recklinghausen. Die Stadt hat allerdings ihr Einvernehmen erklärt.

Samt Beton-Stahl-Hybridturm und Flügel sind diese Windräder 240 Meter hoch. In den Unterlagen heißt es dazu: „Durch die große Turmhöhe ist es möglich, den Rotor weit aus dem Turbulenzbereich über den Baumwipfeln herauszuhalten.“ So werde eine ähnliche Effizienz wie auf einem Freiflächenstandort erreicht. Beide Anlagen liefern so viel Energie, dass sie den Jahresverbrauch von 6740 Drei-Personen-Haushalten decken können.

Energiegenossenschaft investiert 5,5 Millionen Euro

Die Energiegenossenschaft Haltern ist an diesem Projekt beteiligt. 2017 wurde den Mitgliedern die Erweiterung der Geschäftstätigkeit mit einer Investition von 5,5 Millionen Euro erstmals vorgestellt. Baubeginn der Windräder soll im kommenden Jahr sein.

Die Standorte für die beiden Windräder befinden sich in einem bis zu 87 Jahre alten, etwa 250.000 Quadratmeter großen Kiefernwald. Sie stehen im Abstand von 446 Meter zueinander. Aufgrund der Lage im Wald wird aus Sicherheitsgründen ein Feuerlöschsystem zur Brandeindämmung in der Gondel installiert.

Zufahrtsstraßen zu den Baustellen sind angelegt

Von der Bundesstraße sind die Anlagen 430 Meter entfernt, von der Autobahn 925 Meter, vom Naturschutzgebiet Holtwicker Wacholder Heide rund 1,1 Kilometer. Etwa 9000 Quadratmeter Wald müssen gerodet werden, er wird an anderer Stelle wieder aufgeforstet. Um die Bauplätze mit schweren Fahrzeugen erreichen zu können, wurden bereits am Alten Weseler Weg Zufahrtswege mit Kies- und Schotterschichten angelegt.

Beidseitig der Bundesstraße 58 drehen sich derzeit sieben Windräder, in der Hohen Mark sind fünf weitere im Genehmigungsverfahren, genehmigt oder im Bau.

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