Im Bikepark werden Erdhügel mit der Baggerschaufel zum Parcours geformt

rnBikepark Heek

Der Bikepark in Heek nimmt Form an: Ein Bagger erstellt den Parcours. Wenn das Wetter mitspielt, ist die Strecke Ende nächster Woche fertig. Einen Eröfnungstermin gibt’s aber noch nicht.

Heek

, 06.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gab schon Anrufe im Heeker Rathaus, erzählt Michael Averbeck vom Fachbereich Jugend der Gemeindeverwaltung. Dass seit Montag wieder ein Bagger am Jugendhaus ZaK in Aktion ist, löste Neugier aus: „Wann ist der Bikepark fertig?“ Die Kinder und Jugendlichen fiebern der Eröffnung der neuen Freitzeitattraktion entgegen.

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Wann es soweit sein wird, steht aber noch nicht fest. Erst mal muss das Wetter halten. „Starkregen brauchen wir jetzt nicht“, sagt Michael Averbeck am Freitagvormittag, als er gerade von der Baustelle ins Rathaus zurückgekehrt ist.

Günter Bracht von der Firma „Turbomatik Bikeparks“ hat schon seit Montag einiges an Erdmassen bewegt, um dem später L-förmigen Parcours zu bilden. „Wenn jetzt alles klappt, bin ich Ende nächster Woche fertig“, sagt er.

Im Bikepark werden Erdhügel mit der Baggerschaufel zum Parcours geformt

Mit dem Bagger werden rund 900 Kubikmeter bindender Boden in Form gebracht. Das Ziel: Ein L-förmiger Parcours für Biker. © Stephan Teine

Es ist ein besonderer Boden, der für den Bikepark benutzt wird, „ein bindiger Boden“, formuliert es Michael Averbeck. Rund 900 Kubikmeter des Materials werden benötigt. Allein für den Starthügel werden rund 350 Kubikmeter benötigt.

Mitte Juli hatten Mitarbeiter des Bauhofs schon die Vorarbeiten erledigt. Der „Grundhügel“ wurde aufgetürmt. Diesen bringt die Firma aus Warstein jetzt in Fasson. Auf die Spezial-Baufirma musste die Gemeinde Heek seit Mitte Juli warten: Diese musste noch einige Aufträge abarbeiten, bevor der Bikepark am ZaK an der Reihe war. Wie erhofft zum Ende der Sommerferien klappte es dann nicht.

Passionierter BMX-Fahrer sitzt auf dem Bagger

„Die Dirtparks stammen ja von den BMX-Fahrern“, erklärt Günter Bracht, der selbst gerne auf BMX und im Gelände unterwegs ist. Der Trend ist damit also deutlich älter als das Mountainbiken. Seit gut acht Jahren bemerkt er aber wieder einen deutlichen Anstieg bei dieser Form des Fahrradsports. „Werbung brauche ich mittlerweile nicht mehr zu machen“, sagt er lachend.

Vorbild des Projekts ist der Bikepark in Ahaus, der im November 2018 eröffnet wurde. Die schlüsselfertige Aufbereitung der Parcours-Fläche, die aussieht wie eine umgedrehte L-Form, kostet rund 20.000 Euro – ohne Material. Im Juni erhielt die Gemeinde einen Förderbescheid der Bezirksregierung über 17.000 Euro für das Projekt. Das Gelände hat die Gemeinde vom SV Heek gepachtet.

Der Bikepark in Heek

  • Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade soll die Strecke beinhalten, die Günter Bracht für Heek entworfen hat.
  • Für Experten geht es vom vier bis fünf Meter hohen Starthügel auf eine der Dirtlines, jeweils drei Sprunghügel hintereinander in zwei Schwierigkeitsgraden, die in eine Steilkurve münden.
  • Weniger Vorkenntnisse erfordert die Flowline. Auf der Strecke mit Wellen, leichten Sprüngen und Steilkurven können die Biker in den „Flow“ kommen.
  • Dazu gibt es einen separaten Technik-Trail mit verschiedenen Untergründen und mehreren Holzelementen wie Wippen und Brücken zum Üben.
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