100.000 Euro teurer als geplant

Kindergarten St. Marien

Im Zeitplan, aber nicht im Budget: Die Kosten für die Erweiterung des Marienkindergartens steigen drastisch und zwar um rund 100 000 Euro.

HEEK

, 21.09.2017, 18:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
100.000 Euro teurer als geplant

Letzte Arbeiten im Außenbereich des Marienkindergartens werden in den nächsten Tagen abgeschlossen sein.

"Das war schon ein ordentlicher Brocken.“ Bürgermeister Franz Josef Weilinghoff meinte nicht die Kosten, als er im Haupt- und Finanzausschuss über die Erweiterung des Kindergartens St. Marien sprach. Aber um die ging es am Mittwochabend in der ersten Sitzung nach der Sommerpause: 100 000 Euro mehr als veranschlagt soll der Rat im laufenden Haushaltsjahr für die Maßnahme freigeben. So die Empfehlung des Ausschusses, der den Punkt ohne weitere Diskussion verabschiedete.

Ähnlich wie beim Ausbau des Feuerwehrgerätehauses schlägt hier zum einen die Konjunkturlage in der Baubranche durch.

Kostenberechnung

„Wir haben die Maßnahme auch relativ kurzfristig beschlossen“, erinnerte der Bürgermeister an die Ausgangssituation im Herbst 2016. Dies habe auch dazu geführt, dass bei Verabschiedung des Haushalts die Planungen für den Kindergartenausbau noch nicht abgeschlossen waren -- ergo die genauen Zahlen für die Kostenberechnung noch nicht vorlagen.

Einmütig zufrieden zeigten sich Politik und Verwaltung über das Ergebnis. „Da muss man trotz der Kosten mal ein Lob aussprechen“, sagte Heinz-Josef Bröker (CDU), „dass so eine Maßnahme in so kurzer Zeit realisiert worden ist.“ Das sah auch der Bürgermeister so. „Ich bin froh, dass es mit dem Einzug zum 1. September geklappt hat“, sagte er. „Ich war da, ehrlich gesagt, etwas pessimistisch.“

Brandschutzkonzept

Der Kindergarten war teils noch im Bestand ausgebaut worden. Probleme gab es dabei laut Verwaltung unter anderem mit den Anforderungen aus dem Brandschutzkonzept, weil mehr Fluchttüren eingebaut werden mussten als zunächst angenommen. „Die Gesamtkosten werden sich nach jetziger Planung auf rund 550 000 Euro belaufen“, schreibt die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage, „sodass Mittel in Höhe von 100 000 Euro zur Verfügung gestellt werden müssen.“ Das letzte Wort dazu hat der Rat.

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