200 Feuerwehrleute haben den Ernstfall geprobt

"Wir übertreiben heute"

200 Feuerwehrleute aus dem Kreis Borken, darunter auch Einsatzkräfte aus Heek, haben im Iglo-Werk in Reken den Ernstfall geprobt. Für die acht Heeker Feuerwehrleute stand die Suche nach Vermissten im Mittelpunkt

HEEK/KREIS

von Von Thomas Hacker

, 22.03.2015, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wäre das fiktive Szenario Wirklichkeit, würde es die Gemeinde Reken ins Mark treffen: Nach Wartungsarbeiten an einem "Froster" auf dem Gelände des Iglo-Werkes traten durch eine Explosion 20000 Liter flüssiges Ammoniak aus, anschließend fing ein Gebäudeteil Feuer.

Szenario einer Katastrophe

Das freigesetzte Ammoniak selbst zog als ätzende und giftige Ammoniakwolke über Bahnhof Reken - mit schlimmen Auswirkungen. Was als Drehbuch schlimmster Katastrophenfilme dienen könnte, beschäftigte am Samstag stundenlang Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Ahaus, Bocholt, Borken, Heek, Heiden, Legden, Raesfeld und Velen sowie der Jugendfeuerwehr Reken und der Betreuungseinheit des Malteser Hilfsdienstes. "Wir übertreiben heute", machte Kreisbrandmeister Johannes Thesing deutlich, "aber nur, um alles realistisch darstellen und üben zu können. Als ideales Übungsobjekt für die in den vergangenen Monaten entwickelten Gefahrenabwehrkonzepte diente den rund 200 Feuerwehrleuten mit ihren 30 Fahrzeugen das Iglo-Werk.

Geeignetes Gelände

Vorteil hier war die Weiträumigkeit des Werksgeländes, aber auch die Kooperation der Werksleitung, welche für die Übung gar Teile der Produktion reduzierte. So hatten die Feuerwehrleute beste Bedingungen in den Fabrikhallen, konnten Brandbekämpfung und Menschenrettung, aber auch die Ortung und Reparatur des Ammoniak-Lecks realistisch darstellen. Dazu gehörte ebenso, dass zum Ende der Übung die Schutzkleidung dekontaminiert werden musste.

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