Attraktiverer Marktplatz dank W-Lan

Heimat- und Schützenverein

Der Heimat- und Schützenverein St. Ludgerus bekommt einen Internetanschluss und einen zusätzlichen Raum im Obergeschoss des Eppingschen Hofs, um sein umfangreiches Fotoarchiv zu digitalisieren. Von dem Vorstoß des Vereins werden aber künftig alle Heeker profitieren - und auch Besucher der Gemeinde: Gleichzeitig soll ein W-Lan-Hotspot für Internet-Zugang eingerichtet werden.

HEEK

, 21.02.2017, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Attraktiverer Marktplatz dank W-Lan

Auch der Schlöffkenkerl am Bürgerhaus Eppingscher Hof darf sich demnächst über kostenlosen Internet-Zugang über einen W-Lan-Hotspot freuen.

"Wir haben fünf Leute, die die ganzen Sachen bearbeiten", erklärte der Präsident des Heimat- und Schützenvereins, Ralf Münstermann, im Kulturausschuss, der über einen entsprechenden Antrag des Vereins entscheiden sollte. Einer kümmere sich allein um die Archivierung der Totenzettel-Sammlung, sagte der Präsident. "Wir brauchen im Prinzip ein kleines Büro."

In den letzten Jahren habe der Verein viele historische Fotos überreicht bekommen, die gesichtet, Namen zugeordnet und digitalisiert werden sollen. "Dazu müssen wir auch schon mal ein paar Dinge liegen lassen können", so Ralf Münstermann. Das sei im Kaminzimmer und dessen Nebenraum, die bislang dem Verein zur Verfügung stehen, nicht möglich. Das Archiv soll dann im Netz zugänglich gemacht werden, weshalb außerdem ein Internetanschluss benötigt werde, wie der Vereinspräsident deutlich machte.

Ganzen Marktplatz versorgen

Der Antrag wurde von der SPD-Fraktion noch erweitert. "Wir sollten an diesem Anschluss einen open spot einrichten", sagte Hermann-Josef Schepers mit Blick auf die laufenden Bemühungen der Gemeinde, ein offenes Netz einzurichten. "Wir könnten somit den ganzen Marktplatz mit W-Lan versorgen", erklärte er. "Das wäre für relativ wenig Geld eine Möglichkeit, um den Radwanderern, die dort die Gastronomie nutzen, W-Lan zu bieten."

Bei der Frage der Kosten gab sich die CDU etwas zurückhaltender: "Wir können uns gut vorstellen, dass wir von Gemeindeseite die Kosten für den Anschluss übernehmen", sagte Ingo Trawinski. "Die laufenden Kosten sollten wie bei den Sportvereinen vom Verein übernommen werden."

Ausschreibungsverfahren

Fachbereichsleiter Jürgen Lammers brachte noch eine andere Option ins Spiel: Die Gemeinde sei aktuell im Ausschreibungsverfahren für die Netzanbindung im Außenbereich. "Wir wollten uns da auch über die Marktplätze unterhalten", erinnerte er die Politiker.

Die Bieterauswahl werde voraussichtlich Ende März, Anfang April abgeschlossen. "Wenn der Verein noch so lange warten kann, hätten wir auf diesem Weg eine kostengünstige Option", sagte Lammers. "Und wir könnten dann vielleicht nicht nur den Marktplatz, sondern auch die Stiege mit abdecken."

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