Auf dem Rücken der Pferde

Ferienspiele Ahle

Je näher die Reithalle rückt, desto besser ist – neben dem Pferdewiehern – begeistertes Kindergelächter zu hören. Beim Eintreten in die Halle wird ein beeindruckendes Bild geboten: ein Pony, voll bemalt mit Sonnen, Handabdrücken, Blumen und Punkten aus bunter Fingerfarbe.

HEEK

von von Madlen Gerick

, 04.08.2017 / Lesedauer: 3 min

Die Ferienspiele Ahle verbrachten am Freitag zum zweiten Mal in diesen Sommerferien einen Tag in der Ahauser Reithalle. Vier Betreuerinnen, zwei Helferinnen und 15 Jungen und Mädchen im Alter von vier bis sechs Jahren hatten sich in der Halle eingefunden, um gemeinsam Zeit mit den Pferden zu verbringen. Die älteren Kinder waren bereits am Dienstag zu Besuch im Stall. Zunächst würde den Kindern die Umgebung gezeigt und die Hallenaufteilung erklärt, erzählt Betreuerin Andrea Schmiing.

Ans Tempo gewöhnen

Bevor die Kinder anfangen können, die Pferde zu putzen und zu striegeln, bringen ihnen die Betreuerinnen einige Umgangsregeln und Wissenswertes über das Pferd näher. Dann geht es auf den Rücken des Pferdes, aber zunächst einmal nur, um ein Gefühl für den Rhythmus zu bekommen und sich an das Reiten im Schritttempo zu gewöhnen. Auf der rechten Hallenseite ist an diesem Freitagmorgen mit Hula-Hoop-Reifen und allerlei anderen Gerätschaften ein kleiner Koordinationspfad aufbaut, den die Kinder durchlaufen müssen, sodass die Betreuerinnen abwägen können, wie viel Unterstützung die Kinder beim Reiten brauchen werden. Aus demselben Grund wird auch auf dem Holzpferd geübt. Dort probieren einige Kinder schon direkt kleine Turnübungen aus, die sie später auch beim Voltigieren auf dem echten Pferd vorführen. Nun aber zum praktischen Teil: „Wer möchte als erstes reiten?“, fragt eine junge Betreuerin die Kinder, die schon sehnsüchtig darauf gewartet haben.

Viele Kinder haben noch keine Reiterfahrung und fassen sich noch einmal nervös an die Reiterkappe, bevor es losgeht. Während eine Gruppe in der großen Halle reitet, schaffen die übrigen Kinder schon ein Kunstwerk auf Tante Käthes Rücken. „Ich male die Käthe jetzt ganz gelb an“, sagt Anton und geht auf das Pferd zu. Tante Käthe scheint das jedoch wenig zu stören. Sie steht geduldig da und zuckt bloß hin und wieder leicht zusammen, wenn eine in Farbe getunkte Kinderhand ihr Fell berührt.

Leichten Trab gewagt

Zurück in der großen Reithalle sitzt nun Clara im Sattel auf einem Schimmel und freut sich, zum allerersten Mal reiten zu dürfen. Geduldig erklärt Andrea Schmiing ihr die richtige Sitzposition und wie man die Zügel korrekt in den Händen hält. Im Schritttempo geht es los. Die Betreuerin hält das Pferd an der Longe fest und fragt Clara, ob sie auch einmal im Trab reiten möchte. Leicht angespannt nickt das Mädchen, aber als der Schimmel dann in einen leichten Trab verfällt, lächelt sie.

Bevor ein anderes Kind an der Reihe ist, klopft Clara ihrem Pferd lobend auf den Hals. Sie freut sich schon auf das nächste Jahr der Ferienspiele in der Reithalle. Aber auch die Jungs sind fasziniert und haben Spaß am Reiten. „Fürs erste“, sagt Theo, „bleibe ich aber lieber im Fußballverein.“ Da die Ferienspiele Ahle auch etliche andere Aktionen anbieten, muss er seine Ferien nicht nur mit Reiten und Fußballspielen zubringen. Das Orgateam hat – mit Hilfe elterlicher Ideen – auch schon Ausflüge in den Freizeitpark, das Hüttenbauen und Bastelnachmittage auf die Beine gestellt.

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