Auf der Burg laufen Vorbereitungen für Moonlight Musiknacht

Bühnenaufbau

So geräuschvoll geht es selten zu auf der Ringburg in Nienborg: Die Moonlight Musiknacht wirft ihre Schatten voraus, lange bevor heute Abend die Musik einsetzt. Es wird gehämmert und geschraubt, und auch die Feuerwehr rückt an.

HEEK

, 17.07.2015 / Lesedauer: 2 min

Die Hauptbühne und die Bühne hinter der Kirche stehen bereits am Donnerstagnachmittag. Rund um die Kirche sind die Techniker mit letzten Arbeiten beschäftigt. Vor dem Langen Haus beginnt der Bühnenaufbau eben erst. Heidi Schiller vom Kulturamt der Gemeinde und Bernhard Gelking von der Event-Agentur Confusion stecken die Köpfe zusammen. Wann denn die Feuerwehr wohl kommt, will Gelking wissen. "Kommen die mit einem großen Wagen?", fragt er. "Wir brauchen wohl 6000 Liter."

Das Wasser dient der Sicherheit - mit riesigen, wassergefüllten Tanks wird die Standfestigkeit der Bühnen gewährleistet. Als der Nienborger Löschzug anrückt, erweisen sich Gelkings Sorgen als unbegründet: Das Wasser holen die Männer aus einem Hydranten. Im Nu sind die Tanks gefüllt.

Rege Betriebsamkeit

Vor dem Langen Haus herrscht inzwischen rege Betriebsamkeit. Die Traversen für den Bühnenaufbau werden ausgerichtet und montiert. Die Bühne wird bereits am Freitag für das Abschlusskonzert der World Percussion Academy (WPA) genutzt. Lutz Bröker von der LMA packt mit an, um beim Bühnenaufbau zu helfen.

Auch Antje Valentin, die Direktorin der LMA kommt. Gemeinsam mit Heidi Schiller überlegt sie, welcher Termin in zwei Jahren für die nächste Kooperation aus WPA und Moonlight Musiknacht geeignet wäre. Schiller: "Wir müssen uns gleich nach der Veranstaltung zusammensetzen, um die nächste zu planen."

Aufwand extrem hoch

Terminabsprachen mit Akademie und Kirche, aber auch mit den Bands erfolgen frühzeitig, bis ein Jahr vorher. Auch Gelking weiß: "Das ist heutzutage ein extremer Aufwand für eine solche Veranstaltung." Nach dem Unglück bei der letzten Loveparade wurden Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen verschärft.

Hinzu kommt die Technik. "Einige hundert Meter Starkstromkabel müssen verlegt werden." Acht Leute habe er vor Ort, beim Konzert dann je einen Ton- und Lichttechniker je Bühne. Beim Abbau müssen dann wieder alle ran. Schiller: "Spätestens zur Kirche ist alles wieder wie vorher." Am Sonntag um halb zehn also.

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