Beim Dinkelkonzert bot der Musikverein Nienborg Musik mit viel Tradition

Dinkelkonzert in Heek

Beste Stimmung herrschte bei der 37. Auflage des Dinkelkonzerts des Musikvereins Nienborg in Nonhoff’s Garten. Und das aus gleich mehreren Gründen.

Heek

16.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Beim Dinkelkonzert bot der Musikverein Nienborg Musik mit viel Tradition

Musizieren unterm Fallschirm: die Musiker des Musikvereins Nienborg beim traditionellen Dinkelkonzert.(2) privat © privat

Prächtige Stimmung herrschte am vergangenen Sonntag beim traditionellen Dinkelkonzert des Musikvereins Nienborg. In der idyllischen Gartenanlage der Gaststätte Nonhoff ging musikalisch die Post ab.

Zum Auftakt gratulierten die Musiker ihrem Schlagzeuger Ralph Lammers mit einem Tusch zu seinem Geburtstag. Mit dem würdevoll klingenden Konzertmarsch „Arsenal“ setzte das Blasorchester einen gelungenen Auftakt und ließ mit „Cornfield Rock“ von Jacob de Haan eine fetzige Unterhaltungsnummer folgen.

Sitzplätze schnell belegt

Schnell waren die Sitzplätze in Nonhoff’s Garten belegt. „Damit habe ich so nicht gerechnet“, sagte der Vorsitzende Frank Lammers. Der Wettergott hatte eben ein Einsehen. Es blieb trocken. Das freute Musiker und Besucher.

Die zahlreichen Helfer der Cafeteria und an der Theke des Grillstands hatten durchweg alle Hände voll zu tun. Zu den Besuchern zählten auch die aktuellen Könige aus Eggerode, Leer, Wext-Ammert-Wichum-Callenbeck sowie Nienborg, bei denen der Musikverein traditionell beim Schützenfest im Einsatz ist.

„Wir kommen jedes Jahr mit dem Fahrrad nach Nienborg zum Dinkelkonzert, weil der Garten und die Musik so schön sind“, sagt Alfons Thesing aus Gronau, der selbst in der Stadtkapelle und der „Wald- und Wiesen-Kapelle“ musiziert.

Bischof Josef Haring im Publikum

Die weiteste Anreise hatte Bischof Josef Haring. Er war vergangene Woche aus Brasilien nach Nienborg gereist, wo er bei seinen Angehörigen bis Mitte August seinen Heimaturlaub verbringt. Beim Konzert traf der Geistliche unter anderem auf seinen Schulkameraden Werner Böhm, den mit 79 Jahren ältesten aktiven Musiker. Seit 63 Jahren spielt er Bariton im Nienborger Musikverein. Er hat bisher bei allen Dinkelkonzerten musiziert. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung Anfang der 1980er Jahre. In diesem Jahr fand die 37. Auflage statt.

Der verhinderte Dirigent Achim Pradel wurde an diesem Nachmittag von Rita Ellerkamp und Heike Wolbeck vertreten. Die Dirigentinnen gewährten den Musikern nur wenige Verschnaufpausen. So konnten sich die Zuhörer an einem Programm aus Märschen, Polkas, Filmhits, Rock- und Popsongs sowie Schlagern erfreuen.

Traditionelle Blasmusik erklang bei der „Amsel-Polka“, „Waidmannsheil“ und der „Südböhmischen Polka“. Bei dem Welthit „What a wonderful world“ von Louis Armstrong zeigte Julius Mensing als Solist auf seiner Posaune sein Können. Mit dem Ohrwurm „Copacabana“ von Barry Manilow ging der Musikverein nach dem ersten Teil in die wohlverdiente Pause.

Jugendorchester rockt

Heike Wolbeck übernahm mit dem Jugendorchester Nienborg den Taktstock. Mit dem „Trio Egerland“ und dem „Marsch König Friedrich des Großen“ erfreuten sie das Publikum. Auch nicht fehlen durfte die Polka „Die Vogelwiese“ und das erstmalig im Jahre 1923 vom Bund deutscher Ringpfadfinder veröffentliche Volkslied „Hohe Tannen“. Die letzte der 30. Darbietungen war „Hinterm Horizont geht’s weiter“ von Udo Lindenberg.

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