Beklagter will von Unfall nichts bemerkt haben

Gerichtsverfahren

Die Zeugin hatte einen "lauten Knall gehört und ein ruckelndes Fahrzeug" gesehen, das davon fuhr. Der Angeklagte, der Fahrer des Wagens gewesen sein soll, will dagegen "gar nichts bemerkt" haben.

HEEK/AHAUS

von von Susanne Menzel

, 12.09.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Verhandelt wurde vor dem Ahauser Amtsgericht am Montag der Vorwurf wegen "unerlaubten Entfernens vom Unfallort." Danach soll der 26-Jährige aus Georgsmarienhütte im Februar des Jahres in Heek aus einer Einfahrt kommend eine Begrenzungsmauer gerammt haben. Ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern, sei er weitergefahren, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Der Beschuldigte konnte sich zwar erinnern, "dass er an dem Tag in Heek Kunden beliefert hatte", ob er allerdings genau an dieser Adresse gewesen sei, wusste er nicht mehr.

Kein Schaden feststellbar

Die Zeugin, die den Vorfall beobachtet hatte, sagte zunächst am Tattag bei der Polizei aus, der Lieferwagen sei rückwärts aus der Einfahrt gekommen. Die Polizei ermittelte, schaute sich das Fahrzeug an - konnte am Wagen an der infrage kommenden Stelle allerdings keinen Schaden feststellen.

Den gab es dagegen am Heck des Bullis. "Der stammt aber von einem anderen Unfall. Da bin ich mal auf einen Stein gefahren und habe auch Zeugen dafür." Die Ermittlungen wurden zunächst eingestellt, auf Betreiben der Geschädigten jedoch wieder aufgenommen, sodass es am Montag zur Verhandlung kam.

Verfahrenseinstellung

Hier schilderte die Zeugin den Vorgang noch einmal anders, nämlich dass der Fahrer vorwärts weggefahren sei.

Richterin und Staatsanwältin wägten aufgrund der gegensätzlichen Aussagen ab - die Staatsanwaltschaft beantragte die Verfahrenseinstellung gegen Geldauflage von 300 Euro. Damit bleibt der Angeklagte von einem Eintrag ins Strafregister verschont.

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