Bordsteine entlang der Ortsdurchfahrt werden ausgetauscht

Arbeiten an der B 70

Kaum vier Jahre ist es her, dass die Umbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Heek abgeschlossen waren – nach jahrelangen Arbeiten. Damals sollte sich die B70 als „rot geklinkerter Markt der Möglichkeiten“ präsentieren. Doch jetzt muss der Landesbetrieb Straßen NRW wieder ran.

HEEK

, 20.09.2016, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bordsteine entlang der Ortsdurchfahrt werden ausgetauscht

Vorsicht an der Bordsteinkante: Straßen NRW muss die Steine an den Zufahrten zu Anliegern austauschen.

„Es war vorher nicht klar, dass das ganze System als solches nicht funktioniert“, erklärte gestern Josef Brinkhaus von der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs Straßenbau NRW auf Anfrage der Münsterland Zeitung. Gemeint ist der Ausbau der so genannten Schrägborde an der Bordsteinkante entlang der Bahnhofstraße (B 70). Diese werden über die gesamte Länge der Ortsdurchfahrt vom Kreisverkehr am Gabelpunkt bis zum Kreisverkehr Legdener/Rheiner Straße an insgesamt 22 Zufahrten zu Anlieger-Anwesen ausgewechselt. „Da es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen an den Zufahrten von der Bahnhofstraße zu den Grundstücken gekommen ist, werden die Schrägborde ausgebaut“, heißt es in einer Pressemitteilung von Straßen NRW, die zum gestrigen Auftakt der Arbeiten an die Presse gegangen war.

Zum Hintergrund: Bei der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt von Juni 2009 bis September 2010 und im Jahr 2012 waren die Schrägborde installiert worden, um einen durchgehend ebenen Verlauf auf Geh- und Radweg zu erhalten. „Das hat den Vorteil, dass Radfahrer nicht immer rauf- und runterfahren müssen“, erklärte Brinkhaus.

"Unkomfortabel" für Autofahrer

Was den Radfahrern zum Vorteil gereicht, bedeutet indes für Autofahrer, die in die zahlreichen Zufahrten entlang der Strecke einbiegen wollen, einen so deutlichen Nachteil, dass es immer wieder Beschwerden gab. „Einige Anlieger haben sich gerührt“, gestand Brinkhaus ein. In Kombination mit der notwendigen Entwässerungsrinne sei die gesamte Bordsteinanlage für die Autofahrer „unkomfortabel“. Das sei vorher so nicht klar gewesen, gab er zu bedenken. Betroffen sind Zufahrten auf beiden Seiten der Straße. Brinkhaus nannte die Zahl 22 – „überall dort, wo wir die Notwendigkeit sehen“. Statt der Schrägborde sollen nun Rundborde eingesetzt werden. Gesamtkosten der Maßnahme: etwa 100 000 Euro, schätzt Brinkhaus. Die zahle der Bund, die Gemeinde bleibt außen vor.

Kein genauer Zeitplan

Einen genauen Zeitplan könne er nicht nennen, sagte Brinkhaus. Die Anlieger würden jeweils kurzfristig durch die ausführende Firma informiert. „Das wird vor Ort abgesprochen, damit die auch ihre Fahrzeuge entsprechend parken können.“ Jeweils zwei bis drei Zufahrten würden dann parallel abgearbeitet.

Zeitweilig müsse die Straße halbseitig gesperrt werden; „teilweise wird der Verkehr mit Baustellenampeln geregelt. In den Bereichen wo gearbeitet wird müssen die Radfahrer den gegenüberliegenden Radweg nutzen“, heißt es in der Mitteilung von Straßen NRW. „Wenn das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten Ende Oktober abgeschlossen sein.“

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