Chillen auf Möbeln Marke Eigenbau

Jugendhaus Zak

Im Haus arbeitet der Maler, vor der Tür werkeln die Jugendlichen mit den Männern vom Bauhof: Das Jugendhaus "Zak - der Treff" wird rechtzeitig zum Jubiläums-Wochenende am 17. Juni in neuem Glanz erstrahlen. Die neuen Möbel "Marke Eigenbau" werden dabei zum Hingucker.

HEEK

, 28.05.2016, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Radio dudelt, aber gegen das Surren der Elektroschrauber kommt es kaum an. Vor dem Eingang des Zak wird geschraubt, was das Zeug hält. Acht bis 18 Jahre zählt die Schar, die hier gemeinsam mit Zak-Leiterin Marina Böing und Alfons Leusbrock und Heinrich Schmalacker vom Heeker Bauhof die neuen Möbel fürs Jugendhaus zusammenbaut.

"Das ist ja wie in einer richtigen Firma, mit Arbeitsteilung", lobt Heike Wermer die fleißigen Helfer, als sie vorbeikommt, um allen ein Eis zu spendieren. Die Vorsitzende des Jugendwerks bringt es auf den Punkt: Es sieht aus wie in einer Tischlerei. Während die einen unter Schmalackers Anleitung die Endmontage übernehmen, weist Leusbrock eine Gruppe beim Zusammenbau einzelner Module an. "Du musst gerade aufsetzen", erklärt er einem der Jungs die Handhabung des Akku-Schraubers.

Module in der Montage

Aus Fichte und Tanne werden die Sitzmöbel für das Jugendhaus gezimmert. "Bauholz", erklärt Marina Böing. Die Bauhof-Schreiner haben das Holz glatt geschliffen und zugeschnitten, nach Vorgaben aus dem Ideen-Workshop der Jugendlichen. Eigentlich wollten sie Möbel aus Paletten bauen, aber das wurde wegen der Zwischenräume verworfen. "Die hätten wir auch verkleiden müssen, damit das keine Müllgräber werden", erklärt Böing.

"Ist das die Vorderseite?", will Björn (17) wissen. In der Endmontage wird Hilfe benötigt. "Alle Möbel haben das gleiche Prinzip", erklärt Leusbrock. "Die Module sind nur unterschiedlich breit." Das vereinfacht die Sache und verhilft den Helfern zu vielen Erfolgserlebnissen. "Das sorgt dafür, dass die Arbeit Spaß macht", sagt Böing.

Seele baumeln lassen

So wie beim Malern: "Die Räume, in denen die Jugendlichen selbst bis oben heran kamen, haben sie selbst gestrichen", so Böing. Den neuen "Chill-Raum", zum Beispiel. Hier stand früher ein Tisch mit Stühlen, jetzt ist eine Eckbank drin - natürlich aus eigener Fertigung. Böing: "Die Idee ist, dass man hier die Seele baumeln lassen kann." Auch Gruppen können den Raum mieten. Beamer, Musikanlage und Playstation gehören dann zum Inventar.

Und Bauholzsessel. Holzsessel zum Chillen? Gemütlich? Keine Frage, wie Annika (18) bestätigt: "Die sind bequem."

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