Nachdem der Clemensmarkt auf der Ringburganlage 2020 noch Corona zu Opfer fiel, soll der Markt dieses Jahr unter Auflagen stattfinden. © Till Goerke
Traditionsveranstaltung

Clemensmarkt kann trotz Corona stattfinden – unter Auflagen

Der Clemensmarkt auf der Ringburganlage genießt lokal hohes Ansehen. Seine Mischung macht ihn interessant. Nach dem Corona-Ausfall 2020 soll es dieses Jahr wieder etwas werden. Unter Auflagen.

Die Dynamik ist raus aus dem Infektionsgeschehen. Die Zahlen sinken, die Impfquote steigt. Die Lage entspannt sich. Das eröffnet auf Basis der gültigen Corona-Schutzverordnung neue Möglichkeiten für das (öffentliche) Leben. Davon soll auch der Clemensmarkt profitieren.

2020 fiel der traditionsreiche Markt auf der Ringburganlage in Nienborg der Pandemie noch zum Opfer. Dieses Jahr sieht es besser aus. Alle Markt-Freunde können sich schon mal den 15. November vormerken. Erst kürzlich hat die Gemeindeverwaltung ihre Zustimmung gegeben.

Coronaschutzverordnung gibt Spielraum

„Ja, die Durchführung des Clemensmarktes ist nach der aktuellen Coronaschutzverordnung möglich“, bestätigt Ordnungsamtsleiterin Doris Reufer auf Anfrage der Redaktion. „Unter Auflagen“, schränkt sie allerdings ein. Sprich: Ohne ein Hygienekonzept wird nichts gehen.

Martin Mensing, der mit seinem Stammtisch „Schütt Weg“ das Festzelt organisieren möchte, verbreitet Optimismus. „Das kriegen wir hin, in der Erstellung von Hygienekonzepten habe ich ja genug Erfahrung.“ Als Vorsitzender von RW Nienborg gehört das mittlerweile praktisch zum Alltagsgeschäft.

Das Hygienekonzept für den Clemensmarkt muss noch ausgearbeitet und besprochen werden.
Das Hygienekonzept für den Clemensmarkt muss noch ausgearbeitet und besprochen werden. © Rupert Joemann © Rupert Joemann

Erste Gespräche mit dem Ordnungsamt in puncto Umsetzung habe es bereits gegeben. „Jetzt nehmen wir mit den anderen Vereinen Kontakt auf und werben dafür, dass alle mitmachen“, skizziert Mensing das weitere Vorgehen. Auch die Marktbeschicker hätten ihr Kommen bereits angekündigt.

Der Nienborger Kirchenchor hat ebenfalls signalisiert, dabeisein zu wollen. Der Heimatverein will darüber bei der Vorstandsversammlung Anfang Oktober beraten. Ein „Ja“ wäre die Zusage für das „westfälische Frühstück“ und weitere Aktionen.

Auflagen werden noch abgestimmt

So weit die Ausgangslage. Doch was für Auflagen wird es geben? Einzäunung des Areals? Einlasskontrollen? 3G? Maskenpflicht? Vieles ist denkbar, noch ist nichts konkret. „Das genaue Konzept muss mit den Beteiligten noch abgesprochen werden“, stellt Ordnungsamtsleiterin Doris Reufer klar.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW hat jedenfalls einen Leitfaden für derartige Veranstaltungen veröffentlicht. Also eine Handlungsvorschrift mit leicht bindendem Charakter. Die Details sind jeweils vor Ort von den Ordnungsbehörden zu klären.

Was ist mit 3G?

Eine Maskenpflicht wird es auf dem Burggelände auf Basis der neuen Coronaschutzverordnung, die seit dem 1. Oktober gültig ist, nicht geben. Die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien wird abgeschafft. Es ist nur noch eine Empfehlung. Anders dürfte es derweil im Festzelt aussehen – Sitz- und Stehplatz ausgenommen.

Und das 3G-Prinzip? Im Leitfaden heißt es dazu: „An Veranstaltungen im Freien mit gleichzeitig mehr als 2.500 anwesenden Besucherinnen und Besuchern, dürfen ausschließlich immunisierte oder getestete Personen teilnehmen.“ Im Falle des Clemensmarktes wohl ein nicht realistisches Szenario.

Dessen ungeachtet werden natürlich die „Hygiene-Regeln“ gelten. Abstand, (Hand-)Hygiene sowie die strengen Regeln für (gastronomische) Angebote. Das beinhaltet die stetige Reinigung von Kontaktflächen und Geschirr oder auch das Aufstellen von Desinfektionsspendern.

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