Corona und Brandschutz bremsen die Erweiterung der Turnhalle aus

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Die Sporthalle der Kreuzschule soll zu einem Kultur- und Sportzentrum erweitert werden. Doch die Coronakrise und das Brandschutzkonzept sorgen derzeit für mächtig Ärger in der Umsetzung.

Heek

, 03.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Satte 40 Jahre hat die Doppelturnhalle der Kreuzschule mittlerweile auf dem Buckel. Das gute Stück ist schwer in die Jahre gekommen. Aber eine Lösung ist längst in Sicht. Die Halle soll einmal ein Kultur- und Sportzentrum werden. Die grobe Planung steht, die Finanzierung ebenfalls. Nur der Zeitplan noch nicht so recht. Die Kombination aus Corona und Brandschutz erschwert den Planern und Experten die Arbeit.

„Corona hat leider auch hier Auswirkungen“, so Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Sport, Kultur und Tourismus. Denn in diesem stand das Turnhallen-Thema mal wieder auf der Agenda. „Eigentlich wollten wir kurzfristig in der Sommerpause starten“, führte der Bürgermeister aus. Doch die Coronakrise macht den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung.

Die Förderzusage kam erst Ende 2019

Fachplaner konnten nämlich erst nach der Förderzusage über 841.000 Euro durch die Bezirksregierung Münster Ende 2019 beauftragt werden. Diese Summe wird übrigens verteilt auf die Jahre 2019 bis 2023. Letztlich konnten die Planer erst Anfang 2020 mit der Arbeit beginnen. Und dann kamen die Coronakrise und das Brandschutzproblem. „Das Konzept macht uns Ärger“, sagt Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Anfrage.

Die Sanierung der Umkleidekabinen ist bereits abgeschlossen. Geld aus dem Landesprogramm „Gute Schule“ half bei der Finanzierung 2019.

Die Sanierung der Umkleidekabinen ist bereits abgeschlossen. Geld aus dem Landesprogramm „Gute Schule“ half bei der Finanzierung 2019. © Stefan Grothues

Konkret spielt die Statik des Hallendachs beim geplanten Brandschutz einfach nicht mit. Zur Erklärung: Die statisch relevanten Träger müssen mit einem entsprechenden Brand- und Hitzeschutz ausgestattet werden. Das deutliche Plus an Gewicht droht für die Statik zu viel zu werden. „Das ist schon eine enge Nummer“, so der Bauamtsleiter. Zumal on top noch die Basketballkörbe und Co kommen, die ebenfalls an der Decke angebracht sind.

Das Hallendach muss wohl runter

Und nun? Nach derzeitigem Stand sieht es so aus, als müsse das gesamte Hallendach runter und durch ein statisch aufgepepptes ersetzt werden. Ob das jetzt mit Mehrkosten des rund zwei Millionen Euro teuren Gesamtprojektes einhergeht, ist noch nicht absehbar. „Wir sind mitten im Planungsprozess“, so Herbert Gausling.

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Und da ist schon die nächste Schwierigkeit. Denn durch die Coronakrise haben geplante Treffen mit den Planern nicht stattfinden können. Zeitliche Verzögerungen sind die Folge. „Wir sind dran. Wir tun, was wir können“, sagt der Bauamtsleiter. Übrigens: Schätzungsweise 1,1 Millionen Euro muss die Gemeinde für das Projekt aus eigener Tasche zahlen.

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Trotz all der Widrigkeiten gehen die Verantwortlichen weiterhin davon aus, die Sache mit der Erweiterung der Turnhalle nach Plan auf den Weg bringen zu können. Und das heißt Sanierungsbeginn Anfang 2021. Corona hin oder her.

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