Doppelter Einsatz für die Heeker Wehr

Firma Cramer

Zwei Einsätze, ein Einsatzort – die Feuerwehr rückte am Montag gegen 12.10 Uhr zur Firma C. Cramer & Co. an der Eper Straße 45 aus. Dabei ging ein Trupp unter Vollschutz vor, da eine Flasche mit ungeklärtem Inhalt teilweise ausgelaufen war. Gleichzeitig wurde in der Schlosserei Rauchentwicklung gemeldet.

HEEK

von Ronny von Wangenheim

, 19.06.2017, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Doppelter Einsatz für die Heeker Wehr

Die Mitarbeiter der Firma C. Cramer & Co wurden vorsorglich evakuiert und beobachteten von außen das Geschehen.

Der erste Einsatzort: ein Container hinter dem Firmengebäude. Dort werden Materialien als Gefahrgut gelagert, die speziell entsorgt werden müssen. „Ein Mitarbeiter hat den Fehler gemacht, an einer vermutlich nicht deklarierten Flasche zu riechen“, erklärte Andy Rakovac, Betriebsleiter der Firma, die auf die Herstellung von technischen Textilien spezialisiert ist. Der Mann sei ohnmächtig geworden, die Flasche zu Boden gefallen. „0,1 Liter Flüssigkeit war in der Flasche, etwas davon ist ausgelaufen“, so Rakovac. Er vermutete gestern, dass es sich um Lösungsmittel handelt.

Im Schutzanzug

Die Feuerwehrmänner haben, gut geschützt durch den Chemikalien-Schutzanzug, die Flasche verschlossen. Nach Aussage des Einsatzleiters Manfred Lösing stand sie auf einer Unterlage mit Wannencharakter. Deshalb hat sich die Feuerwehr darauf beschränkt, den Container abzusperren und rundum abzuflattern. Die Entsorgung übernimmt die Firma. Der Entsorger war schon vor Ort, so Rakovac: „Der Spezialcontainer wird demnächst abgeholt.“ Darin befinden sich, so erzählte der Betriebsleiter, auch die Einmalanzüge der Feuerwehr, die gleich mitentsorgt werden.

Der Mitarbeiter wurde vor Ort in einem der zwei Rettungswagen betreut und zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. „Es geht im gut“, sagte Andy Rakovac.

Zweiter Einsatzort

Der zweite Einsatzort: die Schlosserei. Hier hatte ein Mitarbeiter Rauchentwicklung gemeldet. Als die beiden Löschzüge aus Heek und Nienborg eintrafen und mit zwei weiteren Trupps das Gebäude untersuchten, war kein Rauch mehr auszumachen. „Woher der Rauch kommt, ist noch ungeklärt“, sagte Einsatzleiter Lösing. Die Feuerwehrleute konnten auch nach dem Einsatz von zwei Wärmebildkameras keinen Brandherd entdecken. Vermutet wird ein festsitzender Motor in der Absaugungsanlage.

Insgesamt waren rund 60 Feuerwehrleute im Einsatz. Dass gleich beide Züge ausgerückt sind, sei vorsichtshalber passiert, so Lösing. Grund: Auf dem Firmengelände lagert, so Andy Rakovac, „eine nicht unerhebliche Menge Kunststoff.“

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