Drei Vereine, ein Wunsch: Zwei Kunstrasenplätze für die Dinkelgemeinde

rnBaumaßnahmen

Noch gibt es keinen Kunstrasenplatz in der Gemeinde Heek. Wird sich das bald ändern? Zumindest haben der SV Heek, RW Nienborg und der SC Ahle jetzt mit einem Plan die Initiative ergriffen.

Heek

, 22.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lange sahen die Planungen nur einen zentralen Kunstrasenplatz am Dinkelstadion vor. Doch mit einem gemeinsamen Schreiben vom 18. August haben der SV Heek, RW Nienborg und der SC Ahle in die Sache neuen Schwung gebracht. Und die Idee der Vereine stieß in der Lokalpolitik auf einstimmig offene Ohren.

Die Idee der Vereine: Zwei Naturrasenplätze sollen zu zwei Kunstrasenplätzen umgewandelt werden. Einmal, wie geplant, im Dinkelstadion und zudem im Eichenstadion bei RW Nienborg. In Bezug auf das geplante Kunstgrün stellte der Rat fest, dass „für die Deckung der Bedarfe der Sportvereine mittelfristig in Abhängigkeit der durchzuführenden Sanierungsmaßnahmen am zweiten Spielfeld [...] ein zweiter Kunstrasenplatz erforderlich ist“.

Gute Nachricht für die Vereine

Das ist schon mal eine gute Nachrichte für die Vereine, in denen zusammen derzeit 52 Teams im Einsatz sind. Vor dem Hintergrund dieser Anzahl nachvollziehbar, dass sich die Vereine für einen zweiten Kunstrasenplatz stark machen. Dabei geht es ihnen auch um die Kapazitäten der Umkleiden und sanitären Einrichtungen im Dinkelstadion.

Diese seien momentan auf die Größe des SV Heek zugeschnitten. Würden jedoch alle Klubs auf dem Platz trainieren, so die Argumentation der drei Vereine, dann wäre ein weiterer Bau mit Umkleiden und Sanitäranlagen notwendig. Immerhin müssten dann auch 52 statt nur bisher 24 Mannschaften dort Platz finden. Zudem müssten „weitere Maßnahmen zur Schaffung einer optimalen Infrastruktur, wie etwa Parkplätze“ bezahlt werden.

750.000 Euro pro Kunstrasenplatz?

Aspekte, die durch einen zweiten Kunstrasenplatz bei RW Nienborg nicht zum Tragen kommen würden. So sagte dazu der Vorsitzende des SV Heek, Andreas Oellerich, in der jüngsten Sonderratssitzung als Gast zu diesem Thema: „Wir sollten jetzt mit dem ersten Platz starten. Aber der zweite Platz muss kommen, denn alle drei Vereine auf nur einem Kunstrasenplatz wird nicht gehen.“

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Die Verwaltung geht nach derzeitigem Stand von Kosten in Höhe von 750.000 Euro pro Kunstrasenplatz aus. Für die Finanzierung könnten zwei Förderprogramme herangezogen werden. Der „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021“ sowie die „Förderung der Strukturentwicklung des ländlichen Raums“. Zudem erklärten die Vereine, sich an den Kosten beteiligen zu wollen.

Die Förderung von Sportstätten wird 2020 und 2021 erfolgen können mit einer Anteilsförderung von 90 Prozent. In diesem Jahr übernimmt das Land zudem den Anteil der Kommunen, sodass die Fördersatz sogar 100 Prozent beträgt. Die maximale Förderung bei Tiefbaumaßnahmen beträgt 750.000 Euro. Das einzige Problem: Das Programm ist „zeitkritisch“.

Anträge müssen zeitnah gestellt werden

Anträge für 2020 müssen bis zum 16. Oktober bei der Bezirksregierung gestellt werden. Ist das schon passiert? „Nein, noch nicht“, so Bauamtsleiter Herbert Gausling in der vergangenen Woche. Er fügte aber hinzu: „Es muss sich keiner Sorgen machen. Wir werden das rechtzeitig machen.“ Für Förderanträge des Investitionspakts 2021 ist übrigens der 15. Januar 2021 der Stichtag.

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Nach Auskunft der Bezirksregierung stehen 2020 rund sieben Millionen und 2021 rund fünf Millionen Euro zur Verfügung. Geld, um das sich alle Vereine aus dem Regierungsbezirk bewerben können. Am Ende könnte dann vielleicht die Qualität der Anträge den Ausschlag geben, ob eine Kommune bedacht wird oder leer ausgeht.

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Fakt ist: Die Lokalpolitiker stehen hinter dem Anliegen der drei Vereine. So sagte Mario Strehlow (CDU): „Wir unterstützen das. Wir sollten jetzt die ersten Schritte gehen und das Verfahren auf den Weg bringen.“ Reinhard Brunsch (SPD) merkte an: „Wir sollten die Förderanträge stellen. Wir wollen ja nichts verpassen.“

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Ob es letztlich klappt, wird sich erst noch zeigen müssen. Hoffnung macht, das merkte auch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff an, dass es in Heek bisher - im Gegensatz zu anderen Kommunen - noch keinen Kunstrasenplatz gibt.

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