Ein Fest für die Sinne

Kirchenmusikalische Andacht

HEEK Die Kirchenmusikalische Andacht zum dritten Advent in der Pfarrkirche St. Ludgerus in Heek lässt neben der Qualität der gesanglichen Darbietungen folgenden Schluss zu: Es gibt in Heek deutlich mehr Sängerinnen als Sänger.

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 15.12.2009, 12:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der gemischte Kirchenchor St. Cäcilia Heek unter Leitung von Christian Hubert setzte die Akzente.

Der gemischte Kirchenchor St. Cäcilia Heek unter Leitung von Christian Hubert setzte die Akzente.

Hubert eröffnete das Programm rein instrumental an der Orgel mit der Bach-Kantate „Nun komm, der Heiden Heiland“. Lukas Osiander schrieb rund 150 Jahre vor Bach ein Lied mit demselben Titel. Der Kirchenchor St.Cäcilia machte daraus ein strahlend schönes Hörvergnügen, das die Erwartung der Ankunft Jesu Christi entfachte. „Es kommt ein Schiff geladen“ und „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ waren Beiträge des Kirchenchores, in denen die Mehrstimmigkeit der Frauen- und Männerstimmen so richtig aufblühen konnte. Wer sich darüber schon gefreut hat, konnte aus der Frische und der Konzentration der Nachwuchschöre seine helle Freude ziehen. Der Kinderchor hatte sich Lieder von Volker Rosin, Rolf Zuckowski und Detlef Jöcker ausgesucht, die sich neben der Spur der traditionellen Weihnachtslieder mittlerweile ihren festen Platz bei den jüngeren Zuhörern erobert haben. Der Jugendchor griff eine Stufe höher in den musikalischen Ansprüchen: Besonders mitreißend gestalteten die Mädchen das Lied „Hail holy queen“ eines unbekannten Komponisten. Das Potenzial der Solostimmen und die Bandbreite der Stimmlagen lassen hoffen, dass hier bereits der Nachwuchs für die Erwachsenenchöre an der Startlinie steht.

Der „Junge Chor“ wandte sich wieder den klassischen Musikwerken der Vorweihnachtszeit zu. „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Hör in den Klang der Stille“ sind zwei Kompositionen von Lorenz Maierhofer, die immer wieder berühren. Hochkonzentriert und virtuos wie alle Chöre machten die Sängerinnen daraus ein Fest für die Sinne. Schlusspunkte setzte noch einmal der Kirchenchor, bevor alle Chöre den Altarraum zum Abschlusslied mit der Gemeinde bevölkerten. „Nun freut euch, ihr Christen“ lautete die Anfangszeile des letzten Liedes – eine Freude, die an diesem Nachmittag bei allen Anwesenden in der Kirche ohnehin schon herrschte dank der schönen und besinnlichen Musik. Der minutenlange Beifall sprach für sich.

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