Ein Jahr Abenteuer

Heek Mit einem weinenden und lachenden Auge ist Maria Hilvert aus Australien zurückgekehrt. Zwar konnte die Heekerin nach elf Monaten endlich wieder ihre Familie und Freunde in die Arme schließen, "aber ich musste ein fantastisches Land mit wundervollen Menschen und einer beeindruckenden Landschaft zurücklassen".

20.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach ihrem Abitur an der Canisiusschule hat Maria sich ihren Traum erfüllt: Fast ein Jahr lang reiste sie durch Australien und Neuseeland. Das Geld dafür hat sich die 20-Jährige durch die Arbeit auf verschiedenen Farmen verdient.

Am 10. August 2006 flog sie mit der Organisation "Travelworks" und weiteren 40 reiselustigen Jugendlichen nach Sydney. Mit der Bremerin Katrin Wiltschko kaufte sich einen Bulli, den sie mit Hilfe eines Schreiners in ein Wohnmobil verwandelten. So reisten die Zwei in sieben Monaten circa 20 000 Kilometer - vor allem entlang der Ostküste mit dem Great Barrier Riff und Queensland. "Durch unser Auto waren sie sehr flexibel und konnten oft direkt am Meer übernachten."

Fraser Island

Nachdem sie auf einer Erdbeerfarm in der Nähe von Brisbane gearbeitet hatten, haben sie ihren ersten eigentlichen Urlaub auf Fraser Island verbracht. "Am besten gefallen hat mir der Rundflug über diese Sandinsel - echt Wahnsinn!", schwärmt Maria.

Frisch erholt ging es dann weiter nach Bundaberg, wo die beiden jungen Frauen nach anfänglichen Schwierigkeiten Arbeit auf einer Tomatenfarm fanden. Einen Monat lang arbeiteten sie sieben Tage die Woche, circa zehn Stunden am Tag auf riesigen Tomatenpflückmaschinen.

Nach dem langen Arbeitstag trafen sie sich mit den anderen Arbeitern und erfuhren viel über Land und Leute - aber auch über die ganze Welt. Denn die Kollegen stammten nicht nur aus Australien, sondern aus den Niederlanden, Frankreich, Irland, Korea, Neuseeland, Frankreich und Japan.

Weihnachten feierten Maria und Katrin zusammen mit einer Südkoreanerin und einem Iren bei 40 Grad im Schatten. "Misun, die Freundin aus Korea, hat für uns alle gekocht!" In Woodforf bei Brisbane in der Mitte der Ostküste Australiens. findet "zwischen den Jahren" traditionell ein riesiges Volksfest statt. Maria, Katrin und der Ire Declan bewarben sich als freiwillige Helfer: jeden Tag tolle Konzerte, Essen aus aller Welt und eine Silvesternacht mit Aboriginal-Musik. An einen Tauchkursus am Great Barrier Riff in der Nähe von Cairns und einen dreitägige Segeltrip um die Whitsunday-Inseln erinnert sich die junge Heekerin gerne - genauso wie an die Meeresschildkröten, die am Strand bei Brisbane nachts ihre Eier in den Sand legten.

Ayers Rock

Der heilige Berg der Aborigines, der Uluru (Ayers Rock), stand auch auf dem Reiseplan. Nach einem Zwischenstopp in Melbourne ging es zurück nach Sydney. Katrin und Maria verkauften ihr Auto, und damit war für Katrin das Abenteuer zu Ende - sie flog zurück. Für Maria noch nicht. Sie arbeitete zwei Monate auf einer Pferdefarm- und knüpfte herzliche Kontakte zu einer echten Aussie-Familie.

Die abschließende Reise nach Neuseeland wird ihr unvergesslich bleiben - nicht nur wegen der Pinguine und Delfine, sondern auch, weil sie diese Erfahrung mit ihre Mutter und ihrer Schwester Andrea teilen konnte.

Jugendliche, die eine ähnliche Reise planen, können sich an Maria Hilvert wenden unter E-Mail maria_hilvert@web.de

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