Ein Sahnehäubchen nach dem anderen

Luftwaffenmusikkorps Münster

Unübersehbar war die Freude von Bernd Schaten, dem zweiten Vorsitzender des Musikvereins Heek, als er das Luftwaffenmusikkorps Münster zum 125-jährigen Bestehens seines Vereins mit einem ganz besonderen Konzert in der Sporthalle der Kreuzschule in Heek begrüßen konnte.

HEEK

, 21.05.2017, 16:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Sahnehäubchen nach dem anderen

Das Luftwaffenmusikkorps Münster überzeugte auf der ganzen Linie.

Neben Pfarrer Josef Leyer, Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff und Landrat Dr. Kai Zwicker ließen sich rund 400 Besucher dieses Konzert nicht entgehen. Finanziell wird der Nachwuchs von diesem Andrang profitieren, denn die Einnahmen aus dem Ticketverkauf fließen in dessen Förderung. „Ich wünsche uns allen ein tolles Musikerlebnis und den Akteuren viel Erfolg“, sagte Schaten.

Danach hatte die Musik Vorrang, abgesehen von den Moderationen des Dirigenten Christian Weiper, der als gebürtiger Wessumer nur wenige Kilometer an einem Heimspiel vorbeischrammte. Im ersten Teil dominierten die Beiträge, die besondere Herausforderungen an sein symphonisches Blasorchester stellten. Rund 60 hervorragend ausgebildete und erfahrene Berufsmusiker hatten mit Märschen von Giacomo Meyerbeer und Julius Fucik im Wechsel mit Operettenklängen von Johann Strauß oder Kompositionen von Alfred Reed überhaupt kein Problem.

Unter der Admiralsflagge

Fuciks Marsch „Unter der Admiralsflagge“ war eines der Werke, die eher selten zu hören sind. „Er wird heute noch bei der Marine gespielt“, sagte Weiper. Paukenschläge mit einem Zusammenspiel von Posaunen und Trompeten markierten den Anfang des Stücks, das mit der Rhythmik bekannterer Märsche nur wenig zu tun hatte.

Nach der Pause wechselte das Orchester zum Genre der Unterhaltungsmusik. Der Titel „Fanfare 2000“ klang überhaupt nicht danach. Der Autor war kein anderer als Udo Jürgens. In Verknüpfung mit dem Swing-Titel „Sing, Sing, Sing“ von Louis Prima aus den 1930er-Jahren begegnete den Zuhörern damit auch eine Musik, die eher selten interpretiert wird. Besonders starke Akzente setzten die Percussionisten.

Sogar Robbie Williams veröffentlichte 2011 ein Album nur mit Swing-Titeln. An diesem Abend schlüpfte Stabsfeldwebel Michael Arnemann in die Gesangsrolle. „The Lady is a tramp“ und „Mack the knife“ stammen von diesem Album, in dem Williams alte Titel von Frank Sinatra aufgriff. Mit den drei Sängerinnen, die sich „The Judies“ nennen, erwachte auch die Zeit der Andrew Sisters mit ihren Songs zu neuem Leben.

Dreifacher Gesang

Christina Harpers aus Wessum, Susanne Bergers aus Münster und Jasmin de Wilde aus Enschede boten zusätzlich eine tolle Ergänzung zum instrumentalen Klang des Blasorchesters aus Münster. Hauptfeldwebel Lucas Knappe (Sopransaxofon) setzte als Solist mit dem Olympia-Titel von Los Angeles „Grace“ dem Konzert ein weiteres Sahnehäubchen auf. Stehende Ovationen waren der Lohn für die Musiker, die sich mit ein paar Zugaben bedankten.

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