Einbrecher verwüsten für eine Kiste Fanta das Klubheim von Rot-Weiß Nienborg

rnKriminalität

Das Klubheim von Rot-Weiß Nieborg wurde erneut von Einbrechern heimgesucht und verwüstet. Der Sachschaden war deutlich höher als die Beute. Und von dieser verloren die Täter auch noch Teile.

Heek

, 21.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die B-Jugend-Fußballer von Rot-Weiß Nienborg traf am Sonntagmorgen (19. Januar) der Schlag. Eigentlich wollen sie nur ein wenig trainieren. Doch als sie gegen 11 Uhr das Vereinsgelände betreten und Richtung Klubheim schlendern, folgt der Schock. Die Fensterscheibe in der Tür ist zertrümmert. Scherben liegen auf dem Boden. Das „Werk“ von Einbrechern. Die Beute? Minimal.

Eine Kiste Fanta – mehr ließen die Täter nicht mitgehen. Und von dieser Beute verloren die Unbekannten bei ihrer Flucht über Platz vier, vermutlich durch ein Loch im Zaun, über die Ochtruper Straße auch noch eine Flasche. Bis dorthin hatten die Täter die gelbe Kiste mit einer Schubkarre transportiert. „Der Schaden ist höher als das Diebesgut. Bei uns liegt kein Bargeld“, stellt Heiko Niemeier, 2. Vorsitzender des Vereins, klar.

Hinweise an das Kriminalkommissariat in Ahaus: Tel. (02561) 9260.

Die Einbrecher schlagen die Scheibe ein

Das Bittere für RWN: Bereits im September 2019 stiegen bisher unbekannte Täter in das Klubheim ein. In beiden Fällen hinterließen die Täter eine Schneise der Verwüstung. Allerdings hebelten die Unbekannten im vergangenen Jahr die Tür auf. Dieses Mal machten sie einfach kurzen Prozess mit der Scheibe. Sie schlugen diese ein. Womit, das ist (noch) nicht klar. Über einen Stuhl dürften die Täter durch das nicht sehr große Loch ins Innere des Vereinsheims geklettert sein.

Einbrecher verwüsten für eine Kiste Fanta das Klubheim von Rot-Weiß Nienborg

Bis zu einem Loch im Zaun schoben die Täter die Beute, eine Kiste Fanta, in einer Schubkarre. Danach flüchteten sie über die Ochtruper Straße und verloren dabei sogar noch Teile der geringen Beute. © Verein

Bei den Klub-Verantwortlichen herrscht jedenfalls Fassungslosigkeit. Heiko Niemeier bringt es gut auf den Punkt: „Was geht in solchen Menschen vor? Soll es eine Mutprobe sein? Ein dummer Jugendstreich? Durst? Oder wollen die einfach nur Schaden anrichten?“ Denn zu holen gibt es im Vereinsheim nichts. Zumindest nichts von Wert. Die Beute in Form der Kiste Fanta spricht da Bände.

Besteht zwischen den Taten ein Zusammenhang?

Was auffällt: Zu den Einbrüchen bei RWN gesellen sich zwei Einbrüche in ein Vereinsheim an der Ahauser Landstraße sowie zwei Einbrüche in einen Schrebergarten in der Stiege. Und das alles innerhalb der vergangenen Monate. Weiter auffällig: Alle Objekte stehen für sich allein und an Orten, die in den Nachtstunden kaum bis gar nicht von Personen frequentiert werden. Ein „Pluspunkt“ für Einbrecher.

Einbrecher verwüsten für eine Kiste Fanta das Klubheim von Rot-Weiß Nienborg

Das Klubheim von Rot-Weiß Nienborg an der Ochtruper Straße wurde in den vergangenen Monaten zweimal von Einbrechern heimgesucht. © Verein

Aber bestehen zwischen den Taten Zusammenhänge, sprich handelt es sich um die gleichen Täter? „Ich denke schon“, so Heiko Niemeier mit Blick auf die Einbrüche bei RWN. Nachfrage bei der Kreispolizeibehörde. „Die Polizei prüft immer Zusammenhänge“, stellt Pressesprecher Thorsten Ohm klar. Alles weitere gehöre derzeit in den Bereich der Spekulation. Fakt ist: Die Polizei führte natürlich vor Ort eine Spurensicherung durch. „Darauf sind die Ermittler angewiesen.“

Klub-Verantwortlichen denken über eine Videoüberwachung nach

Ob dabei allerdings vielversprechende Spuren gesichert werden konnten, darüber gibt die Polizei keine Auskunft – aus ermittlungstaktischen Gründen. Letztlich geht es den Ermittlern darum, eine „eindeutige“ Handschrift der Täter festzustellen. Das wäre ein erster Schritt, um mögliche Zusammenhänge der Taten in Betracht ziehen zu können. Aktuell kann laut Polizei jedenfalls nicht von einer Einbruchserie gesprochen werden.

Letztlich ohnehin alles Dinge, die den Verantwortlichen von RWN nicht weiterhelfen. Vielmehr wird fieberhaft nach einer Lösung des Problems gesucht.„Die Fenster sind schon mit Gittern versehen. Wir überlegen aktuell im Vorstand, ob wir das Gebäude mit einer oder zwei Kameras überwachen lassen“, berichtet der 2. Vorsitzende. Und ja, das wäre auch aus datenschutzrechtlicher Sicht erlaubt. Ob es helfen würde, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Immerhin: Finanziell ist dem Verein kein Nachteil entstanden. Der Schaden ist über die Gemeinde versichert. Was bleibt, ist die viele Papierarbeit, die so eine Geschichte nach sich zieht. „Für uns ist es einfach unnötiger Ärger und unnötige Arbeit. Das gilt natürlich auch für die Mitarbeiter der Gemeinde“, so Heiko Niemeier.

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