Ende der Ermittlungen gegen Ex-Bankmitarbeiter wegen Verdachts der Untreue nicht in Sicht

rnStaatsanwaltschaft ermittelt

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Volksbank-Filiale in Nienborg soll 240.000 Euro veruntreut haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit einem Jahr. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Heek

, 14.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwölf Monate sind vergangen, seit die Vorwürfe gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Volksbank Gronau-Ahaus öffentlich wurden. Seit April 2018 ermittelt die Staatsanwaltschaft Münster gegen den ehemals in der Volksbank-Filiale in Nienborg beschäftigten Mann wegen des Verdachts der Untreue und der veruntreuenden Unterschlagung. Den Bankkunden soll ein Schaden von rund 240.000 Euro entstanden sein. Ein Ende der Ermittlungen ist noch nicht abzusehen. Das erklärte Oberstaatsanwalt und Pressedezernent Martin Botzenhardt von der Staatsanwaltschaft Münster auf Anfrage unserer Redaktion.

Strafanzeige gestellt

Im Frühjahr 2018 war bekannt geworden, dass die Volksbank Gronau gegen ihren Ex-Mitarbeiter Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Münster gestellt hatte. Zuvor hatte ein von der Rechtsanwaltskanzlei Dillerup und Rohn aus Münster vertretener Mandant – ein Kunde der Bank und vom Ex-Mitarbeiter betreut –Unregelmäßigkeiten auf seinem Konto entdeckt.

Jetzt lesen

Rechtsanwalt Werner Dillerup hatte den Vorgang auf der Internetseite seiner Kanzlei publik gemacht. So soll der Volksbank-Mitarbeiter, der schon vor Bekanntwerden der Vorwürfe in den Ruhestand gegangen war, unter anderem ohne Wissen des Kunden ein Konto eingerichtet und das Dispolimit bis zu einem Betrag von 30.000 Euro ausgeschöpft haben.

Ermittlungen laufen

Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt bat um Verständnis, dass er gegenwärtig keine Auskünfte zum Stand der Ermittlungen geben könne. Lediglich auf die Frage, ob es Mittäter oder Mitwisser gebe, antwortete Botzenhardt: „Zumindest so viel: Das Ermittlungsverfahren richtet sich gegenwärtig weiterhin gegen einen Beschuldigten.“

Jetzt lesen

Die Ermittlungen indes seien noch nicht abgeschlossen. So sei dem Verteidiger des Ex-Bankmitarbeiters noch Akteneinsicht zu gewähren, so Martin Botzenhardt. „Damit dieser dann gegebenenfalls für den Beschuldigten eine Stellungnahme abgeben kann.“

Auswertung von Bankunterlagen

Auch Fragen zu Ermittlungsergebnissen und Tatvorwürfen beantwortete der Oberstaatsanwalt nicht. Der Grund: Der Beschuldigte solle wegen der für ihn geltenden Unschuldsvermutung nicht aus den Medien erfahren, welcher Vorwurf gegen ihn im Raum stehe oder wie sich der Sachverhalt gegenwärtig darstelle.

Pressedezernent Martin Botzenhardt: „Erst nach dem Abschluss der Ermittlungen und zu einem dann geeigneten Zeitpunkt kann ich weitere Auskünfte erteilen.“

Wann mit einem Abschluss der Ermittlungen zu rechnen sei, könne er aber nicht verlässlich prognostizieren, erklärte der Oberstaatsanwalt. Im Zuge der bisherigen Ermittlungen seien unter anderem Bankunterlagen sorgfältig ausgewertet worden. „Diese Auswertung nimmt naturgemäß Zeit in Anspruch.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Ruhr Nachrichten Spielplatzverwüstung im Stiegenpark
Schlinge für die Täter zieht sich zu: Kriminalpolizei ermittelt in Heek auf Hochtouren