Energiegenossenschaft geht an den Start

Startschuss gefallen

Der Sturm auf die Anteile an der Windenergie kann beginnen. Die Energiegenossenschaft Ahaus-Heek-Legden macht große Schritte vorwärts. Der Startschuss für die Zeichnung der Anteile soll am Donnerstag fallen. Die entsprechende Internetseite ist jetzt schon online.

HEEK

, 06.02.2017, 18:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Energiegenossenschaft geht an den Start

Windkraft bleibt in der Dinkelgemeinde ein Thema.

Am Freitag haben die Vertreter der Genossenschaft die Verträge für die Übernahme von zwei Windenergieanlagen in Ahaus-Quantwick und einer Anlage in Legden-Isingort unterzeichnet. Am Montag haben Vertreter der drei beteiligten Verwaltungen, der Energiegenossenschaft und der Stadtwerke die weiteren Pläne vorgestellt.

Fast auf den Tag fünf Jahre ist es her, dass erste Überlegungen zu einer Bürgergenossenschaft für regenerative Energien in der Leaderregion Ahaus-Heek-Legden diskutiert wurden. Die Genossenschaft selbst wurde im vergangenen Sommer gegründet. Mit der Unterschrift am Freitag und dem Beginn der Zeichnung fängt nun das eigentliche Geschäft an. Rund zehn Millionen Euro will die Genossenschaft an Eigenkapital sammeln.

Investoren aus der Gegend

Die Genossenschaft hat dabei klare Vorstellungen zu ihren zukünftigen Mitgliedern: Sie sollen aus der Region kommen - oder hier arbeiten. Und auch die Anlagen, die den Strom - und damit die Rendite der Genossenschaft erwirtschaften sollen - werden in der Umgebung stehen: "Wir wollen nicht in irgendwelche Offshore-Parks, sondern hier vor Ort investieren", sagt Karl-Heinz Siekhaus, Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus und Vorstandsmitglied der Genossenschaft.

Nach langen Vorarbeiten beginne nun endlich die Zeit, in der die Arbeit der Genossenschaft sichtbar werde. Das Risiko ist -wenn auch vorhanden - breit verteilt. "Durch Streuung erreichen wir eine hohe Sicherheit", sagt Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. So werden die Erträge aus mehreren Windenergieanlagen in einem Topf gesammelt und dann verteilt. Hans-Georg Althoff, Erster Beigeordneter der Stadt Ahaus, erklärte, dass es sich bei der Kooperation der drei Kommunen um etwas ganz Besonderes handele: "Das ist ein Vorzeigeprojekt für interkommunale Zusammenarbeit", sagte er.

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