Ernteerträge für Heeker Landwirte nach zwei Dürrejahren wieder stabil

rnErnte in Heek

Nach zwei Dürrejahren sieht es 2020 auch in Heek bezüglich der Ernteergebnisse wieder besser aus. Eine Getreidesorte wird aufgrund der Entwicklung der Vorjahre derzeit verstärkt angebaut.

Heek

, 15.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während sich die meisten Bürger nicht unbedingt freuen, dass es in diesem Jahr häufiger regnet als in den beiden vorangegangenen, sieht es bei den Landwirten ganz anders aus. Jan Gerd Weilinghoff, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins Heek, erklärt: „Wir sind nicht traurig, dass es ein bisschen regnet. Der Mais ist schon über den Berg, wir dürfen Kolbenbildung erwarten. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, haben wir in diesem Jahr einen sicheren Ertrag.“ Deshalb hoffen die Landwirte gerade in den nächsten drei Wochen noch auf geregelten Niederschlag.

Leicht unterdurchschnittliches Ergebnis bei der Gerste

Und das ist nicht unwichtig: Denn in den Vorjahren habe man aufgrund der Dürre laut Jan Gerd Weilinghoff teilweise Verluste von mehr als 50 Prozent zu verzeichnen gehabt. In diesen Tagen beginnen die Landwirte mit dem Ernten der Gerste.

„Wir erwarten, wenn man die letzten beiden Jahre nicht mitrechnet, eine leicht unterdurchschnittliche Gerstenernte von sechs bis acht Tonnen im Schnitt. Damit sind wir zufrieden“, stellt Jan Gerd Weilinghoff fest. Insgesamt bewege man sich wieder auf einem ähnlichen Niveau wie vor der Dürre.

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Die Ernte von Roggen, Weizen und Hafer steht dann in zwei bis drei Wochen auf dem Programm. „Beim Schwergetreide sollte das Ergebnis durchschnittlich Richtung acht, neun Tonnen gehen“, schätzt der Heeker Landwirt. Auch die Graserträge, bei Milchviehbetrieben wichtig für das Tierfutter, seien bis jetzt relativ zufriedenstellend ausgefallen. Die Landwirte konnten bereits ein bis zwei Schnitte einfahren.

Dürrejahre führen zu vermehrtem Roggenanbau

Im Herbst kann schließlich der Mais geerntet werden, was 2020 den Landwirten deutlich mehr Freude bringen dürfte als 2018 und 2019. Dafür ist die von Jan Gerd Weilinghoff angesprochene Kolbenbildung von Bedeutung. Denn Maispflanzen ohne Kolben haben einen wesentlich geringeren Energiegehalt, was in den Vorjahren den Umsatz schmälerte.

Als Konsequenz aus den Dürrejahren wurde auch in diesem Jahr vermehrt Roggen angebaut. Dieser ist als Kreuzung weniger von Wasser abhängig. Im Vergleich zum Weizen sei laut Weilinghoff in trockenen Jahren so mit einem bis zu doppelt so großen Ertrag zu rechnen. „Durch die Züchtung eignet sich der Roggen mittlerweile auch besser für die Schweinefütterung“, nennt Jan Gerd Weilinghoff einen weiteren Vorteil dieser Getreidesorte.

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