Fahrradcheck für Schüler

Bischof-Martin-Grundschule

Zum Fahrradcheck hatten die Grundschüler alle ihre Räder mitgebracht. Karl-Heinz Dydak und Josef Bellerich prüften die Drahtesel – und wurden fündig.

Heek

17.10.2017 / Lesedauer: 2 min
Fahrradcheck für Schüler

Fahrradcheck an der Martin-Bischof-Grundschule: Karl-Heinz Dydak (l.) und Josef Bellerich von der Fahrradwerkstatt Heek

Karl-Heinz Dydak schraubt einen Reflektor fest. Josef Bellerich zieht mit einer Zange kurz eine Mutter an. Und schon ist das Fahrrad wieder top in Schuss. Die beiden ehrenamtlichen Helfer der Heeker Fahrradwerkstatt haben am Dienstagvormittag beim Fahrradcheck an der Bischof-Martin-Grundschule mit angepackt und Kleinigkeiten sofort repariert.

„Das hier ist vorbildlich“, sagt der Bezirksbeamte Mathias Matlik. Er lobt nicht nur das Engagement der beiden Männer, sondern auch des Fördervereins der Grundschule. Der Verein stellt zum Beispiel Klingeln, Rückstrahler und verschiedene Reflektoren zur Verfügung. So können kleinere Defekte sofort behoben werden. „Wir haben auch schon mal einen Helm verschenkt“, sagt Vereinsmitglied Nicole Fabry.

Alle Räder mitgebracht

Alle Schüler dürfen an diesem Tag ihre Fahrräder mitbringen, auch die, die sonst nicht mit dem Rad zur Schule fahren. Die Mädchen und Jungen machen eifrig Gebrauch von der Gelegenheit. „Wann ist die dritte Klasse dran?“, fragt ein Mädchen den Polizisten ungeduldig. „Wenn die zweite Klasse fertig ist“, antwortet Matlik mit einem freundlichen Lächeln. Alles der Reihe nach.

Die Helfer schauen sich jedes Rad genau an. Elf Punkte umfasst die Checkliste. Karin Overkamp vom Förderverein hakt die Punkte ab oder schreibt Bemerkungen auf den Zettel, den die Kinder mit nach Hause bekommen. Bei einem BMX-Rad müssen Josef Bellerich und Karl-Heinz Dydak nichts reparieren: Es hat so gut wie nichts, was kaputtgehen kann. Kein Beleuchtungselement, keine Klingel, keine Reflektoren. Es ist ein reines Sportrad.

Nicht verkehrstauglich

Mathias Matlik lächelt den Besitzer an, keine Spur von einem erhobenen Zeigefinger: „Damit darfst du erst mal nicht mehr zur Schule fahren“, sagt der Polizist in ruhigem Ton und legt ihm kurz seine Hand verständnisvoll auf die Schulter.

Der Beamte weiß genau: Der Junge kann nichts dafür. „Heute fahren Eltern neben ihren Kinder her, ohne dass die Fahrräder verkehrssicher sind“, erzählt Mathias Matlik aus Erfahrung. Das habe es vor Jahren so nicht gegeben.

Karl-Heinz Dydak und Josef Bellerich suchen noch Mitstreiter für die Fahrradwerkstatt. Interessenten können sich bei Dydak, Tel. (0160) 5 85 49 75, melden.

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