An der Ferienbetreuung des Reitvereins St. Georg Heek-Nienborg in den Sommerferien nahmen 14 Kinder teil. © RV Heek-Nienborg
Schulferien

Ferienbetreuung trotz Corona: Nachfrage ja, aber keine Auslastung

Trotz Pandemie gab es in Heek auch dieses Jahr die „verlässliche Ferienbetreuung“ und weitere Angebote. Die Nachfrage war da, aber von einer Auslastung weit entfernt. Etwa wegen Corona?

2021 stand und steht unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Gerade zu Beginn des Jahres gab es noch viele Einschränkungen. Dennoch wurde in Heek zeitig die „verlässliche Ferienbetreuung“ vorangetrieben. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Ausgelastet war das Angebot nicht.

Die „verlässliche Ferienbetreuung“ wird von der Gemeinde in Kooperation mit dem Jugendwerk sowie beiden Offenen Ganztagsschulen angeboten. Hinzu kamen Angebote der KAB mit der Stadtranderholung sowie ein Angebot des Reitvereins St. Georg Heek-Nienborg.

Frühzeitig Bedarf abgefragt

Bereits Anfang des Jahres hatte die Verwaltung den Bedarf für die Oster-, Sommer- und Herbstferien abgefragt. Wohl wissend, dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar war, was mit Blick auf die Corona-Situation überhaupt möglich sein würde.

Doch Entlastung für die Erziehungsberechtigten und Abwechslung für die Kinder sollten auch in dieser schwierigen Zeit nicht einfach auf der Strecke bleiben. Schaut man auf die Zahlen, wird klar: Das Angebot war trotz Pandemie gefragt. Allerdings wurden die Kapazitäten nicht vollends ausgeschöpft.

Nahmen in der zweiten Osterferienwoche 20 Kinder das Angebot in Anspruch, fiel dieses in der ersten Sommerferienwoche komplett aus. Die Nachfrage war zu gering. Dafür gab es aber die Stadtranderholung der KAB.

In der zweiten Sommerferienwoche waren es dann wieder 20 Kinder, in der dritten allerdings nur zehn. An dem Angebot des Reitvereins in der fünften Ferienwoche nahmen 14 Kinder teil. In den Herbstferien waren 20 von 30 Plätzen belegt.

Hatte Corona Einfluss auf die Nachfrage?

Ob und welchen Einfluss Corona auf die verringerte Nachfrage hatte, ist unklar. Dafür bedürfte es einer Umfrage unter allen Erziehungsberechtigten. Fakt ist aber, dass die Verwaltung bereits während der Bedarfsabfrage vermutete, dass die allgemeine Unsicherheit rund um Corona als Bremsklotz wirken könnte.

Dazu sagte etwa Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff: „Es ist ein Jahr mit viel Unsicherheit, ein Ausnahmejahr. Und leider können wir diese Unsicherheit derzeit auch niemandem nehmen.“

Wie sich die Lage im kommenden Jahr entwickelt, ist noch nicht absehbar. Dessen ungeachtet hat die Verwaltung bereits angekündigt, für die Schulferien 2022 frühzeitig die Betreuungszeiten bekanntgeben zu wollen. Ebenfalls soll frühzeitig eine Bedarfsabfrage durchgeführt werden.

Über den Autor