Firma Dula will sich in Heek ansiedeln

Ladenbauer

Der Bebauungsplan für die Erweiterung des Gewerbeparks Heek-West III ist noch nicht rechtskräftig, aber es gibt bereits einen potenten Interessenten für größere Flächen: Die Ahauser Dula-Werke müssen dringend erweitern und wollen dies in Heek tun.

HEEK/AHAUS

, 16.12.2015, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dem symbolischen Spatenstich zur Erweiterung bei Dula im Jahr 2011 an der Schorlemer Straße in Ahaus könnte bald schon ein weiterer in Heek-West folgen – mit im Bild Franz Reimering (2.v.l.), Betriebsleiter Werk Ahaus.Archiv

Dem symbolischen Spatenstich zur Erweiterung bei Dula im Jahr 2011 an der Schorlemer Straße in Ahaus könnte bald schon ein weiterer in Heek-West folgen – mit im Bild Franz Reimering (2.v.l.), Betriebsleiter Werk Ahaus.Archiv

"Heek ist unser Favorit", bestätigte Thomas Huebers gestern auf Anfrage. Gemeinsam mit Betriebsleiter Franz Reimering stellte sich der Dula-Werkskoordinator für die Standorte Vreden, Ahaus und Spenge den Fragen der Münsterland Zeitung zu den Plänen des Unternehmens für einen weiteren Standort.

"Wir haben verschiedene Standorte geprüft", erklärte Reimering. "Aber wir konzentrieren uns auf Standortnähe", ergänzte Huebers. Auch das interkommunale Industriegebiet A31 Legden-Ahaus sei intensiv geprüft worden. Aber: "Das ist sehr viel kleiner parzelliert", sagte Huebers. "Und die Zeitschiene passt nicht."

Zeichen stehen gut

Der Vorteil der Heeker: Heek-West III soll noch 2016 in die Vermarktung gehen. Die Zeichen für einen baldigen Vertragsabschluss stehen gut. Man hoffe auf Unterschriftsreife zu Anfang des Jahres, so Huebers. Und das ist den Verantwortlichen von Dula wichtig. Reimering: "Wir möchten zeitnah bauen."

Die Dula-Werke mit Hauptsitz in Dortmund sind Spezialisten für Inneneinrichtung und Ladenbau. In Ahaus beschäftigt das Unternehmen zurzeit 125 Mitarbeiter, in Vreden etwa 160. Die gesamte Dula-Gruppe mit Standorten und Verkaufsbüros in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Dubai und Russland hat 1040 Mitarbeiter. Kunden hat das 1953 von Heinrich Dustmann gegründete und heute von dessen Sohn Heinz-Herbert geführte Unternehmen in 60 Ländern weltweit. Der Jahresumsatz betrug 2012 laut Statistischem Bundesamt 162 Millionen Euro.

"Dula hat in den letzten Jahren ein enormes Wachstum gehabt", erklärte Reimering. In Ahaus mache es keinen Sinn zu erweitern. "Selbst wenn wir Grundstücke gekauft hätten - das hätte nicht funktioniert." Der Standort werde indes nicht aufgegeben, beteuerten beide.

Betriebsversammlung

"Wir bleiben auf absehbare Zeit, schließlich haben wir dort auch viel investiert", betonte Reimering. Die Mitarbeiter in Ahaus sollen am Freitag bei einer turnusmäßigen Betriebsversammlung auf den neuesten Stand gebracht werden.

Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff bestätigte gestern die laufenden Gespräche mit Dula. "Ich habe vom Rat den Auftrag erhalten, mit denen zu verhandeln."

Wie viele Arbeitsplätze in Heek entstehen werden, steht noch nicht fest. "Das wäre ein Blick in die Glaskugel", bedauert Reimering. Fest stehe aber, dass sowohl Produktions- als auch Lagerflächen benötigt werden. Er gehe von einer bebauten Fläche von 20000 Quadratemetern aus, sagte Huebers. Aktuell stehe das Bodengutachten noch aus, das gelte es, abzuwarten. Aber: "Beide Seiten sind guten Mutes."

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