Weihbischof Dr. Christoph Hegge führte die jüngste Firmung in der Gemeinde Heilig Kreuz Heek durch. © Heilig Kreuz Heek
Coronavirus

Firmung im Corona-Lockdown: Heilig Kreuz Heek setzt auf Hygieneplan

Eine Firmung im Lockdown ist alles andere als alltäglich. Die Gemeinde Heilig Kreuz Heek hat im Vorfeld den gesamten Ablauf minutiös durchgeplant. Nach einem strengen Hygieneplan.

62 Jugendliche aus Ahle, Heek und Nienborg erhielten am Sonntag (24. Januar) in zwei Gottesdiensten durch Weihbischof Dr. Christoph Hegge das Sakrament der Firmung. An sich nichts Ungewöhnliches, doch in Zeiten der Pandemie muss man genauer hinschauen. Kann eine Firmung im Lockdown wirklich coronakonform funktionieren?

In der Gemeinde Heilig Kreuz Heek scheint das möglich zu sein. Mit einem umfassenden Hygienekonzept hat die Kirchengemeinde im Vorfeld der Firmung keinen Aufwand gescheut, den gesamten Ablauf bis ins kleinste Detail corona-konform durchzuplanen.

Klare Absprachen und viele Regeln

„Nach Absprache mit dem Weihbischof gab es einen festlichen, aber kurzen Festgottesdienst“, berichtet Pastoralreferentin Mechtild Sicking auf Anfrage. Dabei mussten die Festgottesdienstbesucher, die Firmlinge, der Weihbischof und alle weiteren Beteiligten viele Hygieneregeln beachten.

Und doch legte der Weihbischof im Firmgottesdienst den Firmlingen symbolisch die Hand auf. Ein auf den ersten Blick ungewöhnliches Bild in Zeiten von Corona. Doch die Pastoralreferentin gibt Entwarnung. „Alle haben wie vorgeschrieben eine entsprechende Maske getragen und der Bischof hat sich vor und nach jedem Firmling die Hände desinfiziert.“

Weihbischof desinfiziert sich 62 Mal die Hände

Die Gemeinde Heilig Kreuz hatte im Vorfeld Desinfektionstücher organisiert. Die benutzten Tücher seien in einer Extra-Schale entsorgt worden. Man habe gewissenhaft an alle notwendigen Hygienevorschriften gedacht.

Gudrun Niewöhner von der Bischöflichen Pressestelle fügt hinzu: „Während der Firmung gab es anders als üblich keinen Dialog zwischen dem Weihbischof und dem Firmling.“ Auch sei der Weihbischof nur bei der Salbung, sprich dem Auflegen der Hand, etwas näher an die Firmlinge herangetreten. Ansonsten sei stets der Mindestabstand eingehalten worden.

Weihbischof macht regelmäßig Schnelltests

Zudem sei auf das Austeilen der Kommunion verzichtet worden. „Wir halten uns gewissenhaft an alles, was uns auferlegt wurde“, so Gudrun Niewöhner. Zusätzlich unterziehe sich der Weihbischof regelmäßig Corona-Schnelltests. Und das schon seit Beginn der Pandemie. Ob das auch im Vorfeld der Firmung in Heek geschehen ist, bleibt allerdings unklar.

So oder so galten natürlich auch für die Zuschauer auf den Kirchenbänken die Masken- und Abstandspflicht. Zudem gab es einen Sitzplan. „Jeder Firmling hat diesen im Vorfeld mit nach Hause bekommen“, so Pastoralreferentin Mechtild Sicking. So sei es im Falle einer Infektion möglich, dem Gesundheitsamt genau mitteilen zu können, wer wo gesessen hat. Stichwort Kontaktrückverfolgung.

Übrigens: 15 Jugendliche verzichteten wegen der Pandemie aus freien Stücken auf die Firmung. Das sei auch völlig legitim, wie die Pastoralreferentin sagt. Für diese Firmlinge werde es im Herbst einen weiteren Termin geben. Details seien derzeit noch nicht klar. „Wir informieren alle Betroffenen, sobald die Planung steht“, so Sicking.

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