Im Dinkelstadion geht die Modernisierung mit Fördergeldern und Eigenanteil des SVH weiter. © Markus Gehring
Moderne Sportstätten 2022

Förderbescheid: SV Heek erhält 117.000 Euro für großen Traum

Auch wenn der Spiel- und Sportbetrieb dem SV Heek wegen Corona ruht, gute Nachrichten gibt es jede Menge. So wandern jetzt auch 117.000 Euro Fördergelder für ein ganz besonderes Projekt zum SVH.

Aktuell kann sich der SV Heek vor guten Nachrichten kaum retten. Gab es erst kürzlich die Leader-Förderzusage für eine professionelle Beschallungsanlage sowie Anzeigentafel, kommt jetzt ein richtig dicker Förderbescheid von der Staatskanzlei. Gut 117.000 Euro erhält der SVH aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ für ein ganz besonderes Projekt.

Der Traum lebt schon länger bei allen, die es mit dem SVH halten. Die mittlerweile 50 Jahre alte Tribüne an Platz eins hat die besten Jahre schon lange hinter sich. Doch eine neue, moderne Tribüne kostet eine Stange Geld. So auch im Falle des SVH. 170.000 Euro sind für den Ersatzneubau veranschlagt. Da kommt der satte Förderbescheid (70-Prozent-Förderung) genau richtig.

Tribünen mit Nutzen für beide Plätze

„Wäre kein Corona, würden wir sicher ein Fässchen aufmachen“, so der Klub-Vorsitzende Andreas Oellerich im Gespräch mit der Redaktion. Doch auch ohne Fässchen ist die Freude riesig. „Für einen kleinen Verein ist diese Fördersumme schon eine Menge Geld. Wir sind sehr glücklich über den Bescheid.“

Aktuell weist die Tribüne zwei Betonstufen auf. Beim Neubau sollen es drei sein. Die Dritte ist als Aufbau vorgesehen, somit also breiter. Der Clou: Die 30 Meter lange Tribüne ist so konzipiert, dass sie für beide Plätze von Nutzen ist. Exakt zwischen den Plätzen positioniert, werden die Betonstufen auch Richtung Platz zwei errichtet. Die dritte Ebene ist in der Mitte mit einer Scheibe samt Durchgang versehen.

Über 300 überdachte Plätze

Dieser Bereich soll auf beiden Seiten als überdachter Stehplatzbereich dienen. 130 Plätze je Seite sind vorgesehen. Die unteren beiden Stufen sollen auf beiden Seiten Sitzschalen bekommen und jeweils 40 Personen Platz bieten. 340 überdachte Plätze wird die Tribüne insgesamt bieten. Insgesamt wird sie inklusive des nicht überdachten Bereichs 1000 Zuschauer Platz bieten.

Für die Umsetzung ist aus Reihen des SVH Frank Buß verantwortlich. Ein örtliches Ingenieurbüro hat die Fachplanung übernommen. Noch in diesem Jahr soll der Ersatzneubau entstehen. „Wir möchten alles im Zeitplan von Leader realisieren“, erklärt der SVH-Vorsitzende Andreas Oellerich. Jene Projekte müssen bis Ende November umgesetzt sein.

Gemeinde stellt Bauantrag beim Kreis

Den Bauantrag werde die Gemeinde jetzt zeitnah beim Kreis stellen, wie Oellerich berichtet. Und der Eigenanteil von mehreren 10.000 Euro sei für den Klub auch kein Problem. „Wir sind finanziell sehr gut aufgestellt.“

So soll sie einmal aussehen: die neue, moderne Tribüne des SV Heek, die für beide Plätze konzipiert ist.
So soll sie einmal aussehen: die neue, moderne Tribüne des SV Heek, die für beide Plätze konzipiert ist. © SVH © SVH

Um der Geschichte auch Nachhaltigkeit zu verleihen, soll auf dem Tribünendach eine PV-Anlage installiert werden. Es wäre dann die dritte auf dem SVH-Gelände. Angesichts des in Heek beschlossenen Klimaschutzkonzeptes ein Weg, der gut in den eingeschlagenen Weg der Dinkelgemeinde passt.

300 Millionen Euro stehen zur Verfügung

Und auch bei der Förderstelle ist man froh, dass Geld an den Klub gebracht zu haben. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, sagt dazu: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten.“

Dies sei mit dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ gelungen, was erfreulicherweise zur Folge habe, dass der Sanierungsstau deutlich hätte reduziert werden können. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen in diesem Programm zur Verfügung. „Für uns kam es jedenfalls wie gerufen“, bringt es Andreas Oellerich auf den Punkt.

Über den Autor