Freie Bahn für die Windenergie

Vorrangzonen planerisch festgelegt

Am Ende war es nur ein Formalakt: Der Bauausschuss der Gemeinde Heek hat am Mittwoch die Änderung des Flächennutzungsplans mit den neuen Vorrangzonen für Windenergie durchgewunken – nur Stunden, nachdem Ahaus, Heek und Legden die „Energiegenossenschaft Ahaus-Heek-Legden eG“ gründeten. Der Rat soll in seiner nächsten Sitzung hierzu informiert werden und den geänderten Plan verabschieden.

HEEK

, 24.06.2016, 18:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freie Bahn für die Windenergie

Der Bauausschuss der Gemeinde Heek hat am Mittwoch die Änderung des Flächennutzungsplans mit den neuen Vorrangzonen für Windenergie durchgewunken.

„Es haben sich keine gravierenden Änderungen zum Gesamtkonzept ergeben“, erklärte Bauamtsleiter Herbert Gausling den Mitgliedern des Bauausschusses. Gausling ließ das Verfahren mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit und der Offenlegung der Unterlagen Revue passieren.

Die Bezirksregierung habe am 11. Mai ihr Einverständnis mit den Festlegungen des geänderten Flächennutzungsplans erklärt. Einige notwendige Änderungen seien rein redaktionell gewesen und bereits eingearbeitet worden. Außerdem habe die Verwaltung den ganzen Prozess von einem Fachanwaltsbüro prüfen lassen. Bis zur Ratssitzung am kommenden Mittwoch würden daraus folgend noch einige redaktionelle Änderungen in den Plan eingearbeitet.

Welchen Raum das Thema in der Gemeinde einnimmt, wurde in der Sitzung noch einmal dadurch deutlich, dass vier Ausschussmitglieder wegen Befangenheit ihren Platz räumen mussten, darunter auch der Vorsitzende Franz Epping (CDU). Er ließ sich durch Bernhard Homann (CDU) vertreten.

Energiegenossenschaft

Für den Bürgerwindpark, den die Gemeinde gemeinsam mit der Stadt Ahaus und der Gemeinde Legden im Rahmen des AHL Leader-Projektes angestrebt hat, sind damit die planerischen Voraussetzungen geschaffen. Die drei Kommunen haben ebenfalls am Mittwoch dazu eine Energiegenossenschaft gegründet. Deren Vorgänger, die „AHL Windpark Entwicklungsgesellschaft“ hatte bereits mit Grundstückseigentümern Kooperationsverträge geschlossen. Das weitere Prozedere steuert die neu gegründete Genossenschaft Wann Anteile gezeichnet werden können, steht noch nicht fest.  

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