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Geistlicher wünscht „Feliz Natal“ aus Brasilien

Bischof Martin Lammers

"Feliz Natal", mit diesem portugiesischen Weihnachtsgruß, der in die deutsche Sprache übersetzt "Frohe Weihnachten" heißt, grüßt Bischof em. Martin Lammers seine Familie, Freunde und Bekannten in seiner Heimat Nienborg.

HEEK

19.12.2016 / Lesedauer: 3 min
Geistlicher wünscht „Feliz Natal“ aus Brasilien

Advents- und Weihnachtsgrüße schickt Bischof em. Martin Lammers aus dem Franziskus-Kloster in Canindé.

Der emeritierte Bischof schickt seine Advents- und Weihnachtsgrüße aus dem Franziskus-Kloster in Canindé, der Heimatprovinz der Franziskaner. Dort lebt Martin Lammers seit Anfang 2014. Zwei Tage vor Heiligabend wird er 77 Jahre alt.

In seinem Brief wirft Bischof em. Martin Lammers einen Rückblick auf das fast abgelaufene Jahr. "In 2016 haben wir noch keinen Regen gesehen", sagt Martin Lammers und fügt an, "dass das der Grund dafür sein kann, dass sehr viele Menschen in Depressionen verfallen. Um aus dieser Lage herauszukommen, helfen Segen und Gebete sehr", schildert Martin Lammers die Begebenheit, bei der er einer jungen Frau die erste Ausgabe eines von ihm gefertigten Segengebetes für an Depressionen leidenden Menschen geschenkt hat. Die junge Frau wird nun morgens und abends von ihrem neunjährigen Sohn gesegnet. "Da ist Liebe mit Gebet verbunden."

Messe und Beichte

Jährlich bis zu eine Millionen Menschen pilgern nach Canindé, nach Assisi das weltweit zweitgrößte Franziskanische Heiligtum. Dort im Wallfahrtsort ist der emeritierte Bischof täglich gefordert. Jeden Tag liest er die heilige Messe mit Predigt. Dann nimmt er den Gläubigen über mehrere Stunden die Beichte ab.

"Das ist jeden Tag sehr viel Arbeit", sagt er und fügt an, dass es sich bei den Beichten meist um Lebens- und Familienberatung handelt. Die Beichten sind moderner und nicht mehr im alten Stil. "Da muss ich schon viel Geduld aufbringen. Wenn ich mehr als zwei Stunden Beichte höre, wird mein Kopf auch schon müde", macht er keinen Hehl daraus, dass ihn die Arbeit sehr fordert.

Franziskanischer Gruß

Vor einiger Zeit war er für eine Woche in Pernambuco, wo er mit den Sternschwestern Exerzitien durchgeführt hat. Im September weilte er für sieben Tage in Bahia und hielt Vorträge. "Somit ist immer etwas für mich zu tun", sagt Martin Lammers und ist dankbar, dass er in seinem Alter noch etwas für die Menschen bewirken kann. Im Nordosten Brasiliens herrscht in den Familien noch der alte Paternalismus.

"Die Alten sind die Chefs der Kinder, nicht immer deren Freude", äußert sich Martin Lammers kritisch. Aus diesem Grunde bereitet er zurzeit einen Studientag für Katecheten mit dem Thema "Freundschaft" vor. Er wünscht sich, dass die Eltern Freunde ihrer Kinder sind und nicht deren Befehlshaber. Bischof em. Martin Lammers schließt seinen Brief mit dem Franziskanischen Gruß "Pax et bonum". Der Gruß hat folgende Bedeutung: "Ich wünsche Dir Gnade und Heil, einen umfassenden Frieden für Leib und Seele, und all die Güter und Beziehungen, die Du zu einem gelingenden Leben brauchst!"

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