Gemeinde investiert 9,3 Millionen Euro

Haushaltsentwurf 2017

Das wird ein dicker Brocken: Mit einem Investitionsvolumen von 9,3 Millionen Euro setzt die Gemeinde Heek für 2017 ein deutliches Zeichen in Richtung Entwicklung. Es geht dabei "langfristig um die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Heek", wie Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff zur Abschlusssitzung des Gemeinderates am Mittwochabend deutlich machte.

HEEK

, 21.12.2016, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gemeinde investiert 9,3 Millionen Euro

Der Gewerbepark Heek-West - hier ein Archivfoto - soll erweitert werden.

Der Sprung ist enorm: 9,3 Millionen Euro an Ausgaben für Investitionen führt der Haushaltsentwurf auf, den Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff dem Gemeinderat am Mittwoch vorlegte. 2016 waren es knapp 5,9 Millionen, 2015 noch knapp vier Millionen.

Die Maßnahmen, die dabei im Vordergrund stehen, haben indes einen hohen Stellenwert: die Erweiterung des Industrieparks Heek-West III, Ausbau von Kindergartenangebot und Raumangebot an der Kreuzschule, Ausbau und Sanierung von Ochtruper und Eper Straße, Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Heek und Neugestaltung von Dorfplätzen in beiden Ortsteilen. Außerdem investiert die Gemeinde bis 2018 zwei Millionen Euro in die Versorgung der Außenbereiche mit flächendeckendem Breitbandanschluss.

Sinkende Personalkosten

Die Gemeinde habe ihre Hausaufgaben in Sachen Haushalt dennoch gemacht, meint der Bürgermeister. Die Aufwendungen seien um knapp eine Million Euro reduziert worden. Sogar beim Personal sinken die Kosten leicht, obwohl es Neueinstellungen gab.

Parallel dazu schlagen die Steuerhebesätze zu Buche, die 2016 erhöht worden waren. Hier erwartet die Verwaltung 2017 etwa 100000 Euro mehr als 2016, nämlich rund 1,3 Millionen Euro. Auch bei der Einkommenssteuer rechnet die Gemeinde mit einem Plus von rund 300000 Euro (inklusive Umsatzsteueranteil). Bei der Gewerbesteuer indes geht die Verwaltung von nur noch fünf Millionen Euro aus (nach 5,3 Millionen 2016). Auch mit Schlüsselzuweisungen ist bis auf Weiteres nicht zu rechnen.

Strukturelles Defizit

Fazit: Der Haushalt weist ein strukturelles Defizit aus, "trotz einer hohen Steuerkraft", wie der Bürgermeister sagt. Erklärbar sei dies unter anderem mit stetig steigenden Unterhaltungskosten. Das Defizit werde bei rund 1,2 Millionen Euro liegen, die aus der Ausgleichsrücklage gedeckt werden müssen.

Bei der Erweiterung des Kindergartenangebots im geplanten Neubau am Marienkindergarten und dem Anbau eines zusätzlichen Klassenraums an der Kreuzschule geht es vor allem um die Sicherung des Bildungsangebotes für Familien. Sanierung und Umbau der Sporthalle an der Kreuzschule zu einer Mehrzweckhalle sollen laut Bürgermeister 2017 zunächst planerisch in Angriff genommen werden.

Bürgerbeteiligung sicher

Abgeschlossen sind dagegen die Planungen für den Bürgerwindpark. "Die Bürgerbeteiligung ist sichergestellt", so der Bürgermeister. Bei all dem sei der Haushaltsausgleich nicht in Gefahr, wie Weilinghoff betont. "Die Gemeinde bleibt handlungsfähig."

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