Gemeinde setzt auf Klasse statt Masse

Spielplätze aufgewertet

Der Bauhof wird kurzfristig die Ausstattung mit Mülleimern des Spielplatzes in der Straße Stiege begutachten. Das Thema Spielplätze stand auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen, Umwelt und Denkmalpflege der Gemeinde. Die Arbeitsgruppe Spielplätze (AG Spielplätze) hat den aktuellen Sachstand bekannt gegeben.

HEEK

, 28.10.2014, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Anschaffung – Kostenpunkt etwa 35 000 Euro – waren keine finanziellen Mittel der Gemeinde nötig. „Wir haben die Spielgeräte mit dem Erlös des Verkaufs des Grundstücks am Eichengrund bezahlt, wo wir einen Spielplatz aufgegeben haben“, so die Stadtplanerin Sabine Nöldemann. „Die Geräte werden gut angenommen“, freut sich Nöldemann. Wenn man jetzt nachmittags über diesen Spielplatz gehe, spielten daran oft fünf bis acht Kinder. „Am Wochenende habe ich auch schon welche an den Geräten anstehen sehen“, so Nöldemann. Was dem Spielplatz eventuell fehlt, sind weitere Mülleimer. Mitglieder der AG Spielplätze hatten die Anzahl und Anbringung der Mülleimer kritisiert. Nöldemann: „Der Bauhof guckt sich das an. Dann entscheiden wir, was notwendig ist.“

Im nächsten Jahr konzentriert sich die AG auf die Überlegungen zur Errichtung eines Fußweges entlang der Grundstücksgrenze des Spielplatzes an der Joststraße und auf die weitere Planung des Spielplatzes an der Bischof-Hermann-Straße. Auf dem Bolzplatz dort wurde kürzlich neuer Rollrasen ausgelegt – ebenso auf dem Bolzplatz an der Leuskesstraße. Im nächsten Schritt wird der Spielplatz an der Bischof-Hermann-Straße attraktiver gestaltet. „Wir möchten dort ein besonderes Spielgerät aufstellen, etwas, das die Kinder nicht auch im Garten haben könnten“, sagt Nöldemann. Die AG denke etwa an ein Piratenschiff. Die Ausstattung einiger Spielplätze mit solchen Geräten entspricht dem Ziel der Politik: mehr Qualität als Quantität.

„Wir haben einige Spielplätze aufgegeben. Andere hingegen werten wir auf“, erklärt die Stadtplanerin. Fünf Spiel- und zwei Bolzplätze hat die Gemeinde seit 2012 abgeschafft. In Heek und Nienborg gibt es jetzt noch 17 Spiel- und sieben Bolzplätze. Jedes Kind könne aber mindestens einen dieser Orte gut fußläufig erreichen, das sei der AG auch wichtig. „Wir haben mit einer maximalen Entfernung von 400 Metern gerechnet“, sagt Nöldemann.

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