Gemeinde und Eigentümer geben Hoffnung nicht auf

Drogerie am Gabelpunkt

Fast ein Jahr ist es her, dass der Drogeriemarkt am Gabelpunkt geschlossen hat. Die Suche nach einem Nachmieter blieb bislang ergebnislos. Doch Gemeinde und Eigentümer wären zu Konzessionen bereit, um den Wunsch der Bevölkerung nach einem Drogeriemarkt langfristig zu erfüllen.

HEEK

, 03.02.2016, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinde und Eigentümer geben Hoffnung nicht auf

Teile des Nahversorgungszentrums am Gabelpunkt in Heek werden wohl noch länger leer stehen.

"Ich hätte natürlich lieber heute als morgen wieder Leben drin", sagte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff gestern im Gespräch mit der Münsterland Zeitung über den weiterhin leer stehenden Gebäudeteil. Doch den passenden Mieter zu finden, sei nicht einfach, "weil die Fläche relativ klein ist". Drogeriemärkte bräuchten Platz.

Nachdem mit einer "Ihr Platz"-Filiale der Vormieter im März 2015 die Segel strich, haben die Gemeinde und der Eigentümer, die Heidelberger Aeris Capital, die die Stiftung des SAP-Gründers Klaus Tschira vertritt, mit einigen Interessenten Kontakt gehabt. Bisher ohne Erfolg: mal lag es laut Weilinghoff an der Objektgröße, mal am Mietpreis, mal an der Art des Unternehmens.

Präferenzen bei Gemeinde

"Nicht alles, was dort unterkommen könnte, möchten wir", erklärte der Bürgermeister. "Spielhallen zum Beispiel haben wir kategorisch ausgeschlossen." Es habe durchaus Anfragen in diese Richtung gegeben. Aber: "Ich tue alles dafür, dass so etwas nicht hierhin kommt." Auch der Eigentümer lege Wert auf eine langfristige Nutzung. Und: "Es soll etwas Solides sein."

Er habe seinerseits die Fühler in Richtung "dritte Behörden" ausgestreckt, da auch die Gemeinde selbst akut keinen Raumbedarf hat. Aber auch da habe er bislang keinen Erfolg zu vermelden. "Wir sind hier ja kein Oberzentrum."

Drogerie ist eine Option

Nach wie vor sei aber der Wunsch aktuell, wieder einen Drogeriemarkt zu etablieren. Das höre er auch aus der Bevölkerung. "Bislang ist da immer die Quadratmeterzahl das Problem gewesen." Aber da sei die Gemeinde mit Blick auf den Bebauungsplan gesprächsbereit. "Der Eigentümer sieht da offensichtlich auch noch Möglichkeiten. Und da möchten wir nicht als Nein-Sager dastehen."

352 Quadratmeter stehen laut Internet-Ausschreibung im Erdgeschoss zur Verfügung, weitere 220 im Obergeschoss - diese allerdings noch im Rohbau. Weilinghoff: "Da wäre der Eigentümer bereit zu investieren."

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