Gemeinde will Weichen für Mobilität von morgen stellen

Zukunftsnetz Mobilität NRW

Mobilität ist keine Selbstverständlichkeit. Dabei gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Die Gemeinde Heek wurde jetzt in das vom Land initiierte "Zukunftsnetz Mobilität NRW" aufgenommen. Das Netzwerk aus 57 Kommunen soll gemeinsam mit Verkehrsverbünden "die Weichen für die Mobilität von morgen" stellen.

HEEK

, 14.07.2016, 17:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gemeinde will Weichen für Mobilität von morgen stellen

Zur Mobilität der Zukunft gehören zunehmend Elektro-Fahrzeuge, wie das der Gemeinde. Amtsleiter Norbert Lammers und Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff setzen auf bessere Vernetzung durch die Teilnahme am Zukunftsnetz Mobilität NRW.

Gerade im Zeichen des demografischen Wandels bekommt das Thema Mobilität eine zunehmende Bedeutung, glaubt Franz-Josef Weilinghoff. Der Bürgermeister stellte beim Pressetermin die Zielsetzung des Projekts vor. Demografischer Wandel und ökologische Notwendigkeiten verändern die Rahmenbedingungen ständig neu. "Elektromobilität nimmt definitiv zu", so Weilinghoff.

"Gerade für kleine Kommunen ist es wichtig, sich nicht mit Insellösungen zu beschäftigten", sagte er. Ziel müsse es vielmehr sein, über kommunale, Verbund- und sogar Landesgrenzen hinweg Konzepte zu finden. "Das fängt bei der Elektro-Ladesäule an, wo man sich mit umliegenden Kommunen abstimmen sollte - bis hin zum öffentlichen Nahverkehr."

Car-Sharing koordinieren

Auch beim Thema Car-Sharing gelte es, sich mit anderen Gemeinden zu vernetzen. Weilinghoff: "Das wird auf dem Land nicht so funktionieren wie in der Stadt." Das Netzwerk bietet den beteiligten Kommunen verteilt übers Land vier Koordinierungsstellen. Für Heek sind in der Koordinierungsstelle Westfalen die Westfälische Verkehrsgesellschaft (WVG) und die Provinzial Versicherung Ansprechpartner. Sie bieten den Kommunen laut deren Internetseite "Konzepte und Ideen zu Fragen, wie Verkehrswege sicher gestaltet werden können." Außerdem: Schulungen, Austausch, Info.

Das Thema Sicherheit ist einer der Aspekte, die für die Gemeinde Heek eine wesentliche Rolle spielen, betonte Weilinghoff. "Das ist ein komplexes Thema", sagte er. "Da müssen wir eventuell ganz neu denken." Der Bürgermeister nannte beispielhaft die Radwegeführung über die Straße, die oft Verunsicherung auslöse, nach Untersuchungen aber tatsächlich mehr Sicherheit sorge, weil von den Autofahrern dann mehr Aufmerksamkeit gefordert ist.

Flexibler Nahverkehr

Und auch beim Nahverkehr will Weilinghoff weg von "eingefahrenen Strukturen", wie er sagt. Die Stundentaktung bei den Schnellbusverbindungen etwa sei zu überdenken, aber auch die Anbindung über Verbund- und Landesgrenzen hinweg, sei es nach Niedersachsen oder in die Niederlande. "Dass jeder einen eigenen PKW hat, das wird sich langfristig verändern."

Vier Koordinierungsstellen in ganz NRW sollen die bessere Vernetzung vorantreiben. In Münster sitzt die für Heek zuständige Koordinierungsstelle Westfalen. Getragen wird sie von den beiden Partnern Westfälische Verkehrsgesellschaft und Provinzial Versicherung. Auf neuen Wegen durch den ländlichen Raum – so lautet die Formel für ihr gemeinsames Ziel: verkehrsmittelübergreifende, nachhaltige Mobilität. zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de

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