Gemeinden und Landwirtschaft wollen Konflikte gemeinsam lösen

„Region in der Balance“

HEEK/LEGDEN. Der Branchenvereinbarung „Region in der Balance“ zwischen der Landwirtschaft und den Kommunen des Kreises Borken wollen auch die Gemeinde Heek und Legden beitreten. Dabei geht es um den Versuch eines Interessenausgleichs durch Findung von Konsenslösungen insbesondere im Bereich der expandierenden Intensivtierhaltung im Kreis.

17.01.2011, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jörg Sümpelmann, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Borken.

Jörg Sümpelmann, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Borken.

  Laut Sümpelmann könnten diese baurechtlichen Bestimmungen den beabsichtigten Neubau eines Stalles verhindern, wenn der Abstand zwischen Betrieben und Bebauung für eine vergrößerte Tierhaltung nicht ausreicht. Für die bereits vorhandene Haltung bestehe zwar Bestandsschutz. Werde aber dennoch ein Stall errichtet oder die zulässige Anzahl an Tieren überschritten, entfalle dieser Bestandsschutz. Sümpelmann: „Bringt Eure Baugenehmigungen in Ordnung!“

„Wenn die Landwirtschaft weiter wachsen will, geht das letztlich nur im Außenbereich“, so Sümpelmann. Denn die Kommunen könnten künftige Baugebiete um die ganze Gemeinde herum ausweisen, in denen dann kein Landwirt mehr bauen dürfe. Wolle ein betroffener Landwirt seinen Betrieb vergrößern, müsste er die Stallungen im Außenbereich errichten. Solche Planungen sollten jedoch in jedem Fall vorher mit der Kommune beraten werden, empfahl Sümpelmann.

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