Gemeinsam besser fördern

Heek Drei Kinder mit strahlenden Gesichtern halten sich an den Händen - ein Bild mit Symbolkraft: "Die Drei stellen die drei Heeker Kindergärten dar", erläutert Christiane Hil bring, Leiterin des Ludgerus-Kindergartens. "Gemeinsam sind wir auf dem Weg zur Zertifizierung als Familienzentrum."

02.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Gemeinsam besser fördern

<p>Kindergartenleiterin Christiane Hilbring präsentiert zusammen mit einigen Kindern das neue Logo des Familienzentrums Heek. Lüttich-Gür</p>

Inzwischen haben die Einrichtungen bereits ein gutes Stück des Weges hinter sich gebracht. "Bis Ende März muss alles fertig sein", verweist Hilbring auf den Zeitplan. Während sie zusammen mit ihren Kolleginnen, dem Träger der Einrichtungen, der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz, der Gemeinde Heek und dem Kreis Borken bereits mitten in der Detailplanung steckt, muss sie Außenstehenden auch immer wieder erklären, was denn eigentlich ein Familienzentrum sei - und wo der Unterschied zum "herkömmlichen" Kindergarten liege. Ihre Antwort kommt dann stets wie aus der Pistole geschossen. "Wir sind nicht nur für die Familien unserer Kindergartenkinder da, sondern für alle Familien", erklärt sie, "und wir sind noch mehr beratend tätig als bisher."

Tagesmütter gesucht

Dafür würden die drei Einrichtungen unter anderem mit dem Familienzentrum des Krankenhauses zusammen arbeiten und mit der Caritasberatungsstelle. Ob Beratung in Erziehungsfragen, bei Ehe- und Gesundheitsproblemen oder auch Schulden - um Ansprechpartner zu finden, sollen die Ratsuchenden künftig nicht mehr lange Wege in Kauf nehmen müssen, sondern vor Ort Hilfe finden.

Die Kindergärten führen nicht nur bestehende Hilfeangebote zusammen, sondern beschreiten in Heek auch Neuland: "Betreuung von Kindern unter drei Jahren gibt es hier noch gar nicht", so Hilbring. Die drei Kindergärten selbst könnten einen entsprechenden Bedarf an Betreuungsplätzen noch nicht decken. "Wir haben alle im Moment 78 Kinder, das sind jeweils drei Kinder mehr als vorgesehen." Bis der demographische Wandel auch im kinderreichen Heek Spuren zeige, gelte es Tagesmütter zu finden. Partner einbinden, Kooperationsverträge ausarbeiten, Angebote vor Ort schaffen - "es gibt noch viel zu tun", stellt Hilbring fest. Das Ziel motiviere aber alle: "Wir wollen wir nicht nur untereinander Hand in Hand arbeiten, sondern vor allem auch mit den Eltern, Kindern und den Beratungs- stellen." sy-

Lesen Sie jetzt