Der subventionierten Heek-Gutschein kann bequem online erworben werden. © Till Goerke
Wirtschaft in Heek

Heek-Gutschein: Wichtiger Corona-Appell verhallt bisher ungehört

Die zweite Runde beim subventionierten Heek-Gutschein wegen Corona ist angelaufen. Wir werfen einen Blick auf die bisherigen Zahlen. Auffällig: Ein wichtiger Corona-Appell ist bisher verhallt.

Corona ist noch immer ein stetiger Begleiter im Alltag. Aktuell steigen die Infektionszahlen sogar wieder an. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind noch nicht absehbar. Wie auch immer diese in der Dinkelgemeinde ausfallen sollten, der subventionierte Heek-Gutschein 2.0 soll sie etwas abfedern.

Gut drei Wochen läuft die Zweitauflage jetzt schon. Die Gemeinde stellte dafür nach einstimmigem politischen Entschluss im März 30.000 Euro zur Verfügung. Die Gutscheine gibt es als 20-Euro-, 40-Euro- und 100-Euro-Variante. Bei jedem Kauf gibt es einen Bonus von 25 Prozent, also 25 Euro, 50 Euro oder 125 Euro.

So weit die Ausgangslage. Doch geht der Plan auf? Sind die Gutscheine gefragt? Für eine erste Einschätzung hilft ein Blick auf die aktuellen Zahlen (Stand 13. Juli).

Gutscheine für knapp 60.000 Euro verkauft

603 Aktionsgutscheine wurden bisher mit einem Gesamtwert von 59.925 Euro verkauft. Eingelöst wurden davon bisher 13.919,97 Euro, also deutlich weniger als die Hälfte. Allerdings haben Gutschein-Besitzer dafür auch noch – Stand jetzt – bis zum 31. Dezember 2021 Zeit. Das gilt auch für die Gutscheine der Erstauflage.

Wenig verwunderlich waren bisher die 125-Euro-Gutscheine am beliebtesten. Der Euro-Bonus ist schlicht am größten. 241 Stück wurden davon bisher analog und 194 digital verkauft. Das macht weit über die Hälfte aller bisher verkauften Aktionsgutscheine aus.

Digitaler Gutschein-Erwerb nicht so gefragt

Und die Verteilung in Sache analogem und digitalem Erwerb ist auffällig. Würde man doch in der digitalen Welt vermuten, dass die meisten Einkäufe des Heek-Gutscheins online über https://heek.digital erfolgen, sieht die bisherige Realität anders aus.

Rund 60 Prozent, also gut 360 Stück, der Gutscheine wurden bisher in analoger Form, sprich in den örtlichen Geldinstituten gekauft. „Nur“ 40 Prozent der Käufer nutzten das digitale Angebot des Gewerbevereins Heek-Nienborg, der für die Internetseite und den Vertrieb verantwortlich ist.

Appell des Gewerbevereins bewirkt wenig

Dabei hatte der Gewerbeverein noch im Vorfeld des Verkaufsstarts daran appelliert, nach Möglichkeit das Online-Angebot zu nutzen, um das zusätzliche Besucheraufkommen in den Geldinstituten wegen Corona möglichst gering zu halten. Mit Blick auf die wieder steigenden Infektionszahlen ist der Appell aktueller denn je, allerdings verhallte dieser bisher wenig wirkungsvoll.

Ute Schwietering ist aus Sicht der Gemeindeverwaltung mit dem Anlauf der zweiten Gutschein-Aktion zufrieden.
Ute Schwietering ist aus Sicht der Gemeindeverwaltung mit dem Anlauf der zweiten Gutschein-Aktion zufrieden. © Markus Gehring © Markus Gehring

Davon abgesehen: Die Geschichte des digital lesbaren Gutscheins mit QR-Code im EC-Kartenformat hat sich laut Verwaltung in der Erstauflage bewährt. Genau deshalb wird auch in Runde zwei an ihr festgehalten. Für die technische Umsetzung ist Tobit.Labs zuständig.

Gutschein kann nicht fürs Tanken genutzt werden

Noch eine relevante Zahl: Von den 150.000 Euro Gesamtbudget sind noch gut 90.000 Euro übrig, wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilt. Wer also bisher noch nicht zugegriffen hat, kann dies noch tun. An 32 Akzeptanzstellen können die Gutscheine in der Dinkelgemeinde eingelöst werden.

Wichtig: Fürs Tanken können die Gutscheine nicht genutzt werden. Ebenfalls wichtig: Pro Person kann ein Bonus-Gutschein maximal im Wert von 100 Euro gekauft werden. Auch Nicht-Heeker können die Gutscheine erwerben.

Dies hätte die SPD-Fraktion gerne anders gesehen, ließ sich aber in der Kürze der Zeit laut Verwaltung technisch nicht umsetzen. Davon abgesehen, wie fällt das erste offizielle Fazit zu Runde zwei aus? „Aus Sicht der Verwaltung ist die Aktion 2.0 wieder gut und unproblematisch angelaufen“, so Ute Schwietering.

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