Notwendiges Übel: Darum ist die Vollsperrung des Knotenpunktes A31/B70 unausweichlich

rnB70 in Heek

Die Arbeiten am Knotenpunkt A31/B70 gehen in die finale Phase. Und diese wurde mit einer Vollsperrung der B70 im besagten Bereich eingeleitet. Ein Schritt, der einfach unumgänglich ist.

Heek

, 03.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Thorsten Meyer von der Gemeindeverwaltung Heek hat derzeit jede Menge zu tun. „Ich bin viel unterwegs, schaue mir die Umleitung sowie die Baustelle an und überlege, wo man noch etwas optimieren könnte.“ Die Rede ist hier von der derzeitigen Vollsperrung des Knotenpunktes A31/B70 samt eingerichteter Umleitung über die K45.

Seit Montag, 2. September, ist die B70 ab dem Kreuzungsbereich K45/Stroot bis zur provisorischen Einmündung in das Gewerbegebiet Heek-West/Im Kuckuck voll gesperrt. Bis zum 16. September soll die Sperrung andauern. „Ich kann verstehen, dass sich viele über diese Vollsperrung ärgern, aber es ist die beste Alternative, um die umfangreichen Arbeiten zügig abschließen zu können“, stellt Thorsten Meyer klar.

Mammut-Programm während der Vollsperrung

Denn die Arbeiten, die binnen der geplanten 14 Tagen Vollsperrung durchgeführt werden sollen, seien bei normalem Verkehr kaum möglich gewesen. „Oder würden alternativ deutlich länger dauern. Wir wollen die Beeinträchtigung aber so gering wie möglich halten.“ Daher habe man sich für die 14-tägige Vollsperrung entschieden.

Notwendiges Übel: Darum ist die Vollsperrung des Knotenpunktes A31/B70 unausweichlich

Die Sperrung betrifft auch Radfahrer und Fußgänger und ist laut Thorsten Meyer von der Gemeindeverwaltung Heek unumgänglich, um die Arbeiten zügig abschließen zu können. © Till Goerke

Während dieser Zeitspanne müssen 10.000 Quadratmeter Asphaltierarbeiten, die Installation von 21 Ampeln und von 32 Induktionsschleifen bewältigt sowie sieben Kilometer Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden. „Das ist schon eine Menge Arbeit, aber wir sind optimistisch, das alles nach Plan läuft.“

Schon vor der Vollsperrung gab es viele Baufortschritte

Die Asphaltierarbeiten sind bereits angelaufen. Auch die Ampelmasten stehen schon. Zudem legten die Mitarbeiter von Strabag Nord bereits den Radweg im T-Kreuzungsbereich der Autobahn Auf- und Abfahrten neu an. Auf einer Länge von etwa 200 Metern. „Da es dort fortan eine Abbiegespur geben wird, war diese Verlegung notwendig“, erklärt Thorsten Meyer.

Notwendiges Übel: Darum ist die Vollsperrung des Knotenpunktes A31/B70 unausweichlich

Etwa 10.000 Quadratmeter Asphaltierarbeiten müssen in den 14 Tage der Vollsperrung bewältigt werden. Derzeit wird der linke Fahrstreifen (aus Heek kommend) neu asphaltiert. Darum wurde bereits die gelbe Bodenmarkierung an vielen Stellen entfernt. © Till Goerke

Und: Bereits vor der Vollsperrung gab es viele bauliche Fortschritte. Auch, wenn diese nicht sichtbar waren. „Das ist der Fluch des Tiefbaus“, so Meyer. So seien unter anderem 50 Kabelschächte und zwei Kilometer Kabelgräben angelegt worden. Über diese sollen die Ampeln miteinander verbunden werden. „Das geht noch nicht alles über Funk.“

Viele Linien des Busverkehrs sind von der Vollsperrung betroffen

Von der Vollsperrung ist natürlich auch der öffentliche Nahverkehr betroffen. Der RVM teilt in einer Pressemitteilung mit, dass die Haltestellen „Heek, Feuerwehr“, „Heek, Siedlung“, „Ahle, Hovestadt“, „Ahle, Kapelle“ und Ahaus „Moorbachsiedlung“ während der Vollsperrung nicht angefahren werden. Betroffen sind davon die Linien S70, R77, N14, 772 und 773.

Notwendiges Übel: Darum ist die Vollsperrung des Knotenpunktes A31/B70 unausweichlich

Blick von der Asphaltiermaschine auf die Aus- und Auffahrt der A31 gut 500 Meter vor dem Kreuzungsbereich K45/Stroot – die Ampelmasten stehen bereits. Auch der Fahrradweg wurde in diesem Bereich bereits neu angelegt. Links im Bild sieht man die aufgefräste Fahrspur. © Till Goerke

Notwendig wurden die Arbeiten, weil ein von der Gemeinde Heek in Auftrag gegebenes Gutachten belegte, dass die Zu- und Abfahrten der A31 in Kombination mit der Zufahrt zum Gewerbegebiet und der kreuzenden B70 bereits an der Grenze der Leistungsfähigkeit angelangt waren. Die nun durchgeführten Baumaßnahmen sollen die Leistungsfähigkeit nachhaltig steigern.

„Wir liegen vier bis sechs Wochen vor dem Gesamtzeitplan.“
Thorsten Meyer

Die Umleitung ist kein großer Umweg

Und allen, die sich über die Vollsperrung ärgern, sei gesagt: Die Umleitung über die K45 nach Ahaus ist nur etwa zwei Kilometer länger. Der Zeitverlust liegt im niedrigen Minutenbereich. „Außerdem liegen wir vier bis sechs Wochen vor dem Gesamtzeitplan“, so Thorsten Meyer.

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten bis zum 31. Oktober dieses Jahres andauern. Nach den aktuellen Entwicklungen ist Mitte bis Ende September im Bereich des Realistischen. Eine reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten und „ein wenig Glück“ seien laut Meyer für diese Entwicklung verantwortlich.

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