Immobilien- und Grundstücksmarkt ist in Bewegung

Auf gutem Grund

Der Immobilienmarkt in Heek ist in Bewegung. Die Gemeinde kommt potenziellen Bauherren mit Lockerungen bei den Festsetzungen in den Bebauungsplänen entgegen und es wird eifrig ver- und gekauft, während die Preise für Grundstücke und Immobilien anziehen.

HEEK

, 03.08.2016, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Teurere Grundstücke im Baugebiet Strothbach liegen bei 80 bis 90 Euro pro Quadratmeter, zuzüglich Erschließung.

Teurere Grundstücke im Baugebiet Strothbach liegen bei 80 bis 90 Euro pro Quadratmeter, zuzüglich Erschließung.

Allein im Baugebiet Hoffstätte wird es bis Jahresende 13 neue Bauherren geben. Die Gemeinde hat nun den 2002 in Kraft getretenen Bebauungsplan geändert. Hintergrund: „Vor 15 Jahren wurde überwiegend das klassische Einfamilienhaus mit Satteldach errichtet“, heißt es in der Begründung. Inzwischen haben sich die Dachformen weiterentwickelt, der Trend gehe zudem zum zweigeschossigen Bau. Um den Bauherren gerecht zu werden, musste der Bebauungsplan in den letzten Jahren bereits zwölf Mal geändert werden.

„Wir haben eine relativ offene Bauweise, soweit möglich“, erklärte dazu Bauamtsleiter Herbert Gausling auf Anfrage. Das sei auch bei den Festsetzungen für das Baugebiet Strothbach zum Tragen gekommen. Mittelfristig sei es wohl auch Wunsch der Politik, bei anderen Baugebieten ähnlich vorzugehen. Allerdings gebe es da keine akute Not. „Das können wir momentan mit vereinfachten Änderungen der Bebauungspläne auffangen.“ Bei Hoffstätte sei das anders, weil so viele Bauvorhaben auf der Agenda stehen. „Die meisten von denen kommen mit den Festsetzungen im Bebauungsplan nicht zurecht.“

Große Zahl Bauwilliger

Die große Zahl Bauwilliger ist symptomatisch: Während laut Grundstücksmarktbericht im Kreisgebiet die Zahl der „Kauffälle“ für Grundstücke aller Art und Wohnungseigentum um sieben Prozent gestiegen ist, verzeichnet die Zahl der Kaufverträge in Heek einen sprunghaften Anstieg von 65 im Jahr 2014 auf 108 im Jahr 2015. Dabei wechselten 213 572 Quadratmeter für gut 10,75 Millionen Euro den Besitzer.

„Das ist schon eine Hausnummer“, findet Gausling. Er zieht Legden und Schöppingen als vergleichbare Kommunen heran. In Schöppingen stieg der Wert von 57 auf 62, während er in Legden sogar deutlich sank: Dort lag die Zahl der ermittelten Kaufverträge 2014 bei 98 und ein Jahr später nur noch bei 83.

Allein an unbebauten Grundstücken wechselten im Vorjahr 60 Stück in Heek den Besitzer. „Das sind wahrscheinlich zu zwei Drittel Baugrundstücke“, schätzt Gausling. Allerdings seien da auch landwirtschaftliche Flächen berücksichtigt. Ebenfalls ein Indikator dafür, dass Heek wirtschaftlich gut dasteht. „Sie können heute für drei Euro nicht mehr kaufen, eher um eine Vielfaches“, weiß Gausling, „wobei heute kaum noch ein Landwirt verkauft.“ Die Gemeinde sei dabei bestrebt, wertvolle landwirtschaftliche Flächen nicht als Ausgleichsflächen heranzuziehen. Es werde eher in ökologische Waldwirtschaft investiert. „Da haben wir schon einiges an Öko-Punkten kaufen können.“ Generell sieht Gausling den aktiven Markt als „Indikator, dass einiges los ist“ – einen positiven.

Bodenrichtwert 95 Euro

Der Bodenrichtwert liegt in Heek laut Grundstücksmarktbericht durchschnittlich bei 95 Euro, generell ist er zwischen drei und 20 Euro angestiegen – je nachdem, wo das Grundstück liegt und wie es gewidmet ist. „In Heek verkaufen wir ab 95 Euro, voll erschlossen“, erklärt Gausling. Die teureren Grundstücke im Baugebiet Strothbach liegen bei 80 bis 90 Euro, zuzüglich Erschließung. In Nienborg kommen Käufer günstiger weg, aber auch dort sind Preise von 50 Euro (unerschlossen) Vergangenheit.

Apropos Erschließung: Hier hat Gausling ebenfalls Positives zu vermelden. Die Arbeiten für die Erschließungen in Hoffstätte gingen aufs Ende zu, verspricht er. „Da sind wir wahrscheinlich nächste Woche fertig.“ 

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