Informationen zum gemeinsamen Impftag

Interview

HEEK Die Heeker Ärzte haben sich für eine zentrale Impfaktion gegen Schweinegrippe am Freitag, 11. Dezember, zwischen 15 und 17 Uhr ausgesprochen. Warum, darüber hat Sylvia Lüttich-Gür mit Dr. Bernd Nünning gesprochen.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 02.12.2009, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Katastrophal! Es ist ein Impfstoff eingekauft worden, der an einem Tag verimpft werden muss. Wir müssen die Patienten dafür in Zehner-Gruppen einladen. Das Problem dabei ist, dass einzelne nicht kommen, weil sie etwa krank geworden sind oder aus anderen Gründen verhindert sind. Dann kommt eine Reserveliste zum Zug, aber auch die Impf-Interessenten die da drauf stehen, können oft nicht so kurzfristig einspringen. Mit anderen Worten: Es ist ein riesiger Aufwand für uns Ärzte, dem wir während der normalen Sprechstunden kaum Herr werden können. Betriebswirtschaftich gesehen arbeiten wir mit fünf Euro Honorar nicht einmal kostendeckend.

Selbstverständlich. Wir haben alle Möglichkeiten ausprobiert: mit einer eigenen Impfsprechstunde oder zwischendurch– alles nicht befriedigend, weder für uns noch für die Patienten.

Ganz einfach. Wir haben so viele Patienten am Tag, da kann man nicht zwischendurch impfen, wenn man es mit Aufklärung und Gespräch ernst meint.

Und wie! Es herrscht eine totale Verunsicherung. Die bezieht sich vor allem auf den Wirkstoffverstärker, der sich anders als bei den Impfstoffen für hohe Politiker in unserem Impfstoff befindet.

Da muss ich auch die Medien kritisieren. Dort hieß es immer wieder, dass sich in dem Impfstoffverstärker Quecksilber befände. Das stimmt zwar – aber nicht über das bei anderen Impfstoffen ebenfalls übliche, gesundheitlich völlig unbedeutende Maß hinaus. Bei dem – ich sage mal – „Politiker-Impfstoff“ ist dafür der eigentliche H2N2-Wirkstoff, also die Zahl der Virus-Antigene, höher und damit das Risiko von Nebenwirkungen. Daher finde ich den Impfstoff für die Allgemeinheit besser.

  • WELLE SCHEINT ABZUEBBEN
Lesen Sie jetzt