Initialzündung für Häuser mit Sanierungsbedarf

200 Teilnehmer

Die Gemeinde Heek könnte künftig um einige energiesparende Haushalte reicher werden. 200 Hausbesitzer haben 2014 an so genannten "Haus-zu-Haus-Beratungen" teilgenommen, um über Energiesparpotenziale und Fördermöglichkeiten bei einer etwaigen Sanierung aufgeklärt zu werden.

HEEK

, 30.01.2015, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch die Haushalte am Heeker Kirchplatz wurden befragt.

Auch die Haushalte am Heeker Kirchplatz wurden befragt.

"Gebäudesanierung ist ein wichtiger Bestandteil des Klimaschutzpaktes", stellt Herbert Gausling fest. Der Bauamtsleiter der Gemeinde Heek sieht gute Gründe für eine Beteiligung an dem Projekt des Kreises Borken. "Wir haben sehr viele ältere Häuser."

In der Bauausschusssitzung am kommenden Mittwoch, 4. Februar, werden die Ergebnisse der Haus-zu-Haus-Beratung vorgestellt. Mit im Paket. Ein Angebot für Beratungsabende zum Thema Barrierefreies Wohnen durch einen Energieberater der Kreishandwerkerschaft und zur energetischen Altbausanierung durch Klaus Michael vom Niedrig-Energie-Institut in Detmold.

Angebote kostenpflichtig

Beide Angebote wären kostenpflichtig. Die Verwaltung schlägt nun vor, die Honorare für diese Abende in den Haushalt einzustellen. Auch ein Besuch des Energieberatungsmobils der Energieagentur NRW wäre möglich - dieser allerdings kostenfrei.

Hintergrund: Das Projekt ist eine Initiative des Kreise Borken (Münsterland Zeitung berichtete). Die Gemeinde habe gezielt jene Wohngebiete für die Befragung ausgewählt, die bis in die 70er-Jahre hinein errichtet wurden, erläuterte Gausling auf Anfrage der Münsterland Zeitung. Bei einer Informationsveranstaltung vor etwa einem Jahr wurden die beteiligten Bürger vorab über Art und Inhalt der Beratung informiert. "Wir haben die Daten aufbereitet, sodass die Energieberater von Haus zu Haus gehen konnten", erklärte Gausling.

Gemeinde außen vor

Nach dem Informationsabend hätten sich auch viele gemeldet, die sich bewusst beteiligen wollten. Bei den eigentlichen Beratungen sei die Gemeinde außen vor gewesen. Für sie aber bedeute das Projekt im besten Fall eine Art "Initialzündung". Gausling: "Es ist ein Ansatzpunkt, um den Stein ins Rollen zu bringen."

Das in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Sparkasse Westmünsterland durchgeführte Projekt verspricht neben erhöhtem Klimaschutz und Energieeinsparungen für die jeweiligen Haushalte auch eine Förderung der Handwerksunternehmen durch "eine erhöhte Anzahl von Gebäudemodernisierungen im Rahmen der Auftragsvergabe".

Umsetzung Privatsache

"Was letztendlich umgesetzt wird, bekommen wir im Einzelnen nicht mit", so Gausling, "das liegt bei den Hausbesitzern selbst." Aber es gebe eventuell auch einen positiven Nebeneffekt mit Blick auf das Heeker Programm "Jung kauft Alt". Gausling: "Es muss ja nicht gleich eine komplette Fassadensanierung sein. Vielleicht reicht es, die Heizung zu erneuern oder das Dach neu zu machen. Da gibt es ja viele Möglichkeiten."

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