In der Kirchengemeinde Heilig Kreutz Heek stehen Veränderungen an. © Till Goerke
Katholische Kirchengemeinde

Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek steht vor ungewissen Zeiten

Es ist eine Zeit der Veränderung. Das bekommen die katholische Kirche, das Bistum Münster sowie die Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek zu spüren. In diesen ungewissen Zeiten müssen Lösungen her.

Sinkende Mitgliederzahlen und Gottesdienstbesucher, weniger Seelsorge-Personal sowie geringere Einnahmen – die katholische Kirche und so auch das Bistum Münster müssen sich mit starken Veränderungsprozessen auseinandersetzen. Lösungen müssen her.

Für das Kreisdekanat Borken ist eine solche bereits entworfen worden. Eine, mit der sich die Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek wohl aber erst 2022 richtig intensiv auseinandersetzen wird. Zunächst muss nämlich ein anderes Problem gelöst werden.

Bistum präsentiert erste Ideen

Doch was plant das Bistum überhaupt? Das Zauberworte heißt „pastorale Räume“. Sechs derer soll es künftig im Kreisdekanat Borken geben. Die Vorschläge dafür hat Weihbischof Dr. Christoph Hegge am 28. September bei einer Veranstaltung im Forum Mariengarden in Borken präsentiert.

Grundidee des Ganzen: Die aktuelle Entwicklung macht es nötig, dass die Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien sowie zwischen Hauptamtlichen und freiwillig Engagierten enger werden muss. Bildung größerer Teams, Kooperation und ressourcenorientierte Teamarbeit sind einige Aspekte.

Der komplette Pfarreirat (rechts Uwe Bröcker) wird noch in diesem Jahr zurücktreten.
Der komplette Pfarreirat (rechts Uwe Bröcker) wird noch in diesem Jahr zurücktreten. © Bernhard Gausling © Bernhard Gausling

Für die Kirchengemeinde Heilig Kreuz Heek bedeutet das, zukünftig einmal einen pastoralen Raum mit Schöppingen und Gronau-Epe zu bilden. Wichtig: Aktuell laufen noch die Beratungs- und Entscheidungsprozesse, in die sich jeder Gläubige mit Ideen einbringen kann. Erst im April oder Mai 2023 sollen diese abgeschlossen sein.

Gut für die Gemeinde Heilig Kreuz Heek, wie der scheidende Vorsitzende des Pfarreirates, Uwe Bröcker, im Gespräch mit der Redaktion berichtet. Denn erst einmal muss ein neuer Pfarreirat aufgestellt werden. Ein Unterfangen, das sich derzeit schwierig gestaltet.

Komplette Pfarreirat tritt zurück

Zur Erklärung: Der komplette Pfarreirat, bestehend aus zwölf Personen, wird noch in diesem Jahr zurücktreten. „Wir sind überzeugt, dass es Veränderungen braucht“, macht Uwe Bröcker deutlich. Mindestens acht neue Mitglieder müssen bei der Größe der Gemeinde Heilig Kreuz gefunden werden.

Tatsächlich haben sich bisher aber nur fünf Heeker für diese Aufgabe gemeldet, wie der Noch-Vorsitzende berichtet. Damit es dennoch vorwärtsgeht, soll der neue Pfarreirat zukünftig mit einer Sondergenehmigung seine Arbeit aufnehmen können. Sprich mit drei Personen weniger als notwendig.

Am 15. Oktober soll es erst noch interne, beratende Gespräche geben, wie Uwe Bröcker sagt. Erst danach soll ein Termin für die Pfarrversammlung abgestimmt und bekanntgegeben werden. Zentral: Der neue Pfarreirat wird auf dieser – Stand jetzt – nicht wie üblich gewählt.

Es wartet viel Arbeit

Die Mitglieder der Gemeinde Heilig Kreuz sollen, so die Idee, auf der Pfarrversammlung den fünf Freiwilligen zusammen grünes Licht für die Aufgabe geben. Oder aber auch nicht. Uwe Bröcker ist jedenfalls optimistisch, dass es den Segen der Gemeindemitglieder geben wird.

Wann das Ganze über die Bühne gehen wird, ist noch offen. So oder so: Sind die Mitglieder des neuen Pfarreirates in Amt und Würden, steht für sie natürlich auch das Thema „pastorale Räume“ auf der Agenda.

„Der neue Rat muss sich ja auch erst einmal strukturieren , um dann entsprechende Prozesse in Gang zu setzen“, erklärt Uwe Bröcker. Etwas, das wohl definitiv erst 2022 der Fall sein wird.

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