Kreuzschüler machten sich auf in die Heeker Unternehmen

Schule, und was dann?

Irgendwie die Schule überleben, was danach kommt: Wen interessiert's?! Wichtiger sind doch erstmal die Freunde und die Hobbys, oder nicht? Genau das sollte man als Schüler einer achten Klasse doch meinen. Dass das Ende der Schule aber schneller da ist, als man denkt, dieser Gedanke wird vorerst gerne verdrängt.

HEEK

von Von Meike Kühlkamp

, 25.03.2015, 19:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Foto kommt es auf das richtige Licht an.

Beim Foto kommt es auf das richtige Licht an.

Muss aber gar nicht sein, findet die KAB in Heek und veranstaltet deswegen schon seit einiger Zeit jedes Jahr einen Berufserkundungstag für die Schüler der Kreuzschule. Ganze 60 Unternehmen aus der Gemeinde Heek bekamen Besuch von kleinen Schülergruppen, die einmal ganz exklusiv hinter die Kulissen der Berufstätigen schnuppern konnten.

Mit Fragen gelöchert

Eine von ihnen ist Sarah Brundu, die erfolgreich das Fotostudio Brundu in Nienborg führt. Sie war gut vorbereitet auf die löchernden Fragen der 13- bis 15-Jährigen. "Ein Fotograf sollte auf jeden Fall kreativ, geduldig und kommunikativ sein. Wir sind nicht nur Fotografen, sondern ein Stück weit auch Entertainer."

Was genau sie damit meint, zeigte sie direkt in der Praxis. Beim Erstellen der Bewerbungsfotos verriet sie, was gemacht werden muss, um den perfekten Schuss einzufangen. "Wichtig ist immer, mit dem Kunden ins Gespräch zu kommen, damit er sich wohlfühlt, denn das sieht man später auch auf dem Foto." Dass die Arbeit des Fotografen vielseitig ist, erkannten die Schüler beim Bearbeiten der Fotos.

Das Menschliche zählt

Ganz nah in Kontakt mit seinen Kunden kommt auch er: Zahnarzt Jens Dürre aus Heek. Beim Besuch in seiner Praxis gab es für die Schüler viel Input und motivierende Worte. "Noten sind zwar wichtig, aber viel wichtiger ist bei uns das Menschliche. Das Handwerk des Zahnarztes oder der Zahnarzthelferin kann man lernen, es kommt vor allem aber auf Empathie und Offenheit an", erklärte der Arzt den Jugendlichen und gab ihnen direkt auch noch einen Tipp für das nächste Bewerbungsgespräch. "Man sollte immer zeigen, dass man für den Beruf brennt, für den man sich bewirbt."

Und dass es unabhängig vom Schulabschluss meistens immer einen Weg gibt, den einen richtigen Beruf für sich zu finden, das erkannten alle 109 Schüler nach diesem Tag.

 

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